Neuigkeiten aus dem Chiropraktor-Haus Hamburg2016-12-21T10:11:39+01:00

Neuigkeiten aus dem Chiropraktor-Haus Hamburg

Tipps für einen schmerzfreien Urlaub

Sommerferien in Hamburg und Schleswig-Holstein! Niedersachsen bekommt in zwei Wochen Ferien. Obgleich die Rahmenbedingungen dieses Jahr etwas andere sind, fahren viele in den Urlaub.

Urlaub – das bedeutet Herausforderungen auf Ihren Muskel-Skelett-Apparat. Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie Schmerzen während des Urlaubs vermeiden.

Packen und Ankommen

Chiropraktor, Chiropraktik, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen

Koffer, Taschen, Tüten…..wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, nimmt meist zu viel mit.

Nehmen Sie nicht so viel mit. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Gerade, wenn wir mit dem Auto zum Urlaubsziel gelangen, gibt es keine von Dritten verordnete Gepäckbeschränkung und wir neigen dazu, weitere Sachen ins Auto zu quetschen. Denken Sie daran: Sie müssen das auch alles schleppen. Oder gehören Sie zu den wenigen, die eine Unterkunft mit Gepäckträgerservice gebucht haben? Wenn Sie schweres oftmals unhandliches Gepäck von zuhause ins Auto und dann vom Auto in die Ferienwohnung oder aufs Zimmer bringen – wohlgemerkt in mehreren Fuhren – dann wissen Sie, was Sie geschafft haben. Wenn Ihnen turanabol for sale dann noch mehrere Stockwerke ohne Fahrstuhl in die Quere kommen, ist Ihr Muskel-Skelett-Apparat schon bei der Ankunft am Urlaubsort stark beansprucht oder überbeansprucht worden. Rückenschmerzen, Nackenschmerzen oder Schmerzen im ISG (Beckengelenk) sind oftmals die Folge von zu viel Last auf einmal und falschem Anheben. Unsere Tipps:

  • Nehmen Sie nicht so viel mit.
  • Wenn Sie ein Gepäckstück anheben, vermeiden Sie, sich mit dem Oberkörper abzuklappen und nach vorne zu beugen. Gehen Sie stattdessen mit geradem Rücken in die Knie und heben Sie das Gepäckstück an.
  • Vermeiden Sie Drehbewegungen mit dem Rumpf beim Anheben. Dabei wirken zu viele Kräfte von verschiedenen Seiten auf die Wirbelkörper ein.
  • So verführerisch es ist, schnell ausgeladen haben zu wollen: Nehmen Sie pro Fuhre so viel mit, wie es angenehm ist. Achten Sie möglichst darauf, in der rechten und der linken Hand gleich schwere Teile zu tragen (Balance).

Wie man sich im Urlaub bettet…

Wir freuen uns meist sehr, am Urlaubsort zu sein und endlich die Gegend zu erkunden, ins Wasser zu springen, die Seele baumeln zu lassen. Am nächsten Morgen sieht die Welt oft etwas getrübter aus. Wie vielen von uns hat ein für den eigenen Körper ungeeignetes Bett nicht schon die Urlaubsfreude vermasselt? Betten in Hotels und Ferienwohnungen sind meist zu weich und durchgelegen (selten zu hart). Wer schon mal eine Nacht in Bananenhaltung verbracht hat, weiß, dass der Körper am nächsten Morgen sein Missfallen deutlich durch Schmerzen zum Ausdruck bringt. Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Verspannungen, Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und/oder Beckengelenksschmerzen (ISG) sind oft die Folge von zu weichen Matratzen oder Matratzen mit Sprungfederfühlung. Die nächste Sache ist das Kopfkissen. Kopfkissen, die den Kopf nicht stützen, sind häufig anzutreffen in Hotels und Ferienwohnungen. Zudem ist generell ein neues Kopfkissen immer eine Umgewöhnung für den Körper. Durch Kopfkissen können Kopfschmerzen, Schulter-Nackenverspannungen und Rückenschmerzen auftreten.

Wir haben ein paar Tipps für Sie:

  • Nehmen Sie Ihr Kopfkissen von zuhause mit in den Urlaub oder testen Sie ein Reisekopfkissen aus Kaltschaum.
  • Bitten Sie um eine neue festere Matratze oder um eine feste Auflage. Oder seien Sie präventiv und nehmen Sie eine eigene Reisematratze aus Kaltschaum mit. Wenn es ganz schlimm ist, schlafen Sie auf dem Boden.
  • Wenn Sie Schmerzen haben, bewegen Sie sich viel und nicht einseitig. Machen Sie Spaziergänge und schwingen Sie die Arme mit (keine Taschen, nichts in der Hand).

Wir vom Chiropraktor-Haus wünschen Ihnen einen wunderbaren Urlaub, gute Erholung, schöne Erlebnisse und das Wetter, das Sie sich für Ihre Urlaubsform wünschen.

29.06.2020 Ι aus der Praxis

Chiropraktor Alexander Meier in Dokumentarfilm

In einem Kurzfilm, in dem ein Patient des Chiropraktor-Hauses dokumentarisch begleitet wird, sind auch Szenen im Chiropraktor-Haus enthalten. Hans-Heiner von Holt ist seit seiner Geburt an Spastik erkrankt und ein echter Sonnenschein! Immer gut gelaunt, zu Scherzen aufgelegt und mit unerschütterlichem Durchhaltevermögen – so kennen wir ihn auch im Chiropraktor-Haus. Herr von Holt ist seit bald zwei Jahren Patient von Chiropraktor Alexander Meier und kommt regelmäßig zur Behandlung. Er wird seit 16 Jahren von einem Filmemacher dokumentarisch begleitet. Nach zwei Filmen ist nun der dritte Dokumentarfilm über ihn entstanden. Die Dreharbeiten fanden auch im Chiropraktor-Haus statt, denn Herr von Holt sagte, dass er durch die chiropraktischen Behandlungen von Chiropraktor Alexander Meier ein Stück Lebensqualität zurückgewonnen habe und gerne beim Besuch im Chiropraktor-Haus gefilmt werden möchte. Das hat uns im Herbst letzten Jahres sehr gefreut und wir haben gerne mitgemacht und den Behandlungstermin so gelegt, dass genügend Zeit für die Dreharbeiten war. Szenen im Chiropraktor-Haus sind in der Endversion des Filmes enthalten. Einziger Wehmutstropfen von unserer Seite: Chiropraktor Alexander Meier wird als Chiropraktiker bezeichnet (zum Unterschied zwischen Chiropraktoren und Chiropraktikern).

Der Kurzfilm von ca. 5 min wurde beim Deutschen Generationenfilmpreis im Juni 2020 mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Bei 600 eingereichten Filmen ein fantastischer Erfolg. Das Chiropraktor-Haus gratuliert herzlich. Der Film, in dem auch Chiropraktor Alexander Meier zu sehen ist, sowie der Trailer mit der Jurybegründung wurden im Internet veröffentlicht. Nach 10 Tagen wurden alle Filme des Deutschen Generationenfilmpreises gelöscht.

Auf dass es Herrn von Holt gut geht, er gesundheitlich stabil bleibt oder sich verbessert! Die Menschen, die ihm begegnen, nimmt er auf jeden Fall für sich ein und sorgt für gute Laune. Von seiner positiven Lebenseinstellung kann sich so manch einer einiges abschauen.

Hier sehen Sie Ausschnitte und die Jurybegründung: https://www.deutscher-generationenfilmpreis.de/filme.html?id=615

16.06.2020 Ι aus der Praxis

100-jähriges Jubiläum: Chiropraktoren in Dänemark

Vor 100 Jahren eröffnete die erste Chiropraktorpraxis in Dänemark. Fünf Jahre danach, im Jahre 1925, wurde die Dänische Chiropraktoren Gesellschaft gegründet. Der erste Chiropraktor in Dänemark war Sofus Larsen, ein Däne, der 1920 nach Abschluss seines Universitätsstudiums in den USA am Palmer School of Chiropractic in sein Heimatland zurückkehrte. Das Palmer College of Chiropractic existiert bis heute und wurde 1897 gegründet. Das Palmer College ist die erste Ausbildungsstätte für Chiropraktoren weltweit gewesen. Am 1. April 1920 eröffnete Sofus Larsen die erste Chiropraktorpraxis in Dänemark in Kopenhagen. Die Praxis wurde ein Erfolg und von 1919 bis 1924 kamen weitere 11 Dänen, die an der Palmer School ausgebildet wurden, zurück nach Dänemark. Während die Bürger die neue Behandlungsform akzeptierten, kam Gegenwind von den Medien und Ärzten. Nach nur vier Monaten der Tätigkeit wurde Larsen beschuldigt, Quaksalberei zu betreiben, da er Patienten heilte, ohne dass diese zuvor eine Überweisung von einem autorisierten Arzt erhalten hatten. Zum Zeitpunkt der Anklage gab es keine rechtliche Grundlage für eine erforderliche Überweisung. Larsen wurde schuldig gesprochen und musste eine Geldstrafe zahlen. Er konnte seine Arbeit fortsetzen, aber nur mit Patienten, die eine Überweisung hatten. Einige Ärzte stellten Überweisungen aus und wurde alle von der Ärztekammer ausgeschlossen.

Quelle: DKF 2020, unter: https://www.danskkiropraktorforening.dk/nyheder/2020/dkf-runder-95/ (abgerufen am 08.05.2020)

Es waren nicht zuletzt die Probleme mit den Medien und den Ärzten, die die Chiropraktoren dazu brachten, sich zu organisieren und eine Gesellschaft zu gründen. Im Mai 1924 trafen sich 11 Chiropraktoren und drei Ärzte, die zu Chiropraktoren überwiesen, und gründeten die „Vereinigung der Chiropraktoren in Dänemark“. Die Vereinigung gründete eine Patientenvereinigung und eine Zeitschrift. Beides existiert bis heute: die Patientenvereinigung ist Chiropraktik und Gesundheit, die u.a. die Website kiropraktorguide.dk betreibt und die Zeitschrift ist KIROPRAKTOREN und erscheint vierteljährlich [in der letzten Ausgabe war ein Interview mit Chiropraktor Alexander Meier]. Im Mai 1925 wurde die Vereinigung in die bis heute bestehende Dänische Chiropraktoren Gesellschaft (Dansk Kiropraktor Forening (DKF)) umgewandelt.  Die DKF war von Beginn an eine breite und fokussierte Organisation und befasste sich mit Gesetzen, Finanzbuchhaltung, Rechten und Pflichten der Mitglieder. 1934 gab es eine Gesetzesänderung und in diesem Zuge wurde das Erfordernis einer Überweisung durch einen Arzt abgeschafft, wenn eine chiropraktische Behandlung erforderlich war.

Quelle: DKF 2020, unter: https://www.danskkiropraktorforening.dk/nyheder/2020/dkf-runder-95/ (abgerufen am 08.05.2020)

1969 wurde das praktische Jahr eingeführt, in dem ein Chiropraktor nach seinem Studium ein Jahr in einer Praxis mitarbeitete, bevor er selbstständig tätig wurde. Seit 1978 sind Behandlungen vom Chiropraktor Teil der staatlichen Krankenkassenleistung. Mit Gründung des Chiropraktorenfonds 1987 musste jeder Chiropraktor einen Prozentsatz seines Gehalts an den Chiropraktorenfonds geben, der davon Forschung auf dem Gebiet der Chiropraktik finanzierte. 1990 wurde das Nordische Institut für Chiropraktik und Klinische Biomechanik (NIKKB) gegründet. Das Institut ist heute ein internationales Zentrum für Forschung, Wissensvermittlung und Qualitätsentwicklung in der Chiropraktik. Ursprüngliches Ziel von NIKKB war, ein Universitätsstudium der Chiropraktik zu etablieren.  Im Jahr 1992 wurden Chiropraktoren durch das Gesundheitsministerium staatlich zugelassen. 1994 war ein Meilenstein in der Geschichte der Chiropraktik in Dänemark: ein eigener Universitätsstudiengang wurde geschaffen. Zuvor mussten alle angehenden Chiropraktoren im Ausland studieren. Nun wurde an der Süddänischen Universität der Studiengang Klinische Biomechanik eingeführt. [An der SDU in Dänemark hat auch Chiropraktor Alexander Meier sein 5-jähriges Studium abgeschlossen. Das Praktische Jahr hat er in der Praxis Kiropraktorhuset in Nyborg absolviert]. Dänemark sowie Norwegen, dessen Regierung jedes Jahr 10 Plätze für den Studiengang in Dänemark mit eigenem Auswahlverfahren vergibt, konnten ihren Chiropraktor-Nachwuchs selbst produzieren.

Heute, 95 Jahre später, sind aus 11 Chiropraktoren 650 praktizierende Chiropraktoren in Dänemark geworden. Die DKF hat 1.060 Mitglieder, darunter 350 Chiropraktor-Studenten sowie Chiropraktoren im Ausland [wie Alexander Meier] und Chiropraktoren im Ruhestand. In den 95 Jahren wurde die Kassenzulassung von Chiropraktoren erreicht, die Zulassung durch das Dänische Gesundheitsministerium, ein fester Platz im dänischen Gesundheitssystem, international anerkannte Forschung und ein Chiropraktik-Universitätsstudium in Dänemark. Nur in wenigen Staaten gibt es ähnliche Rahmenbedingungen für Chiropraktoren wie in Dänemark [siehe auch Situation der Chiropraktor-Chiropraktik in Deutschland, was ist ein Chiropraktor?].

Hätten Sie es gewusst? Der typische Chiropraktor in Dänemark ist 45 Jahre alt und weiblich. 55 % der Chiropraktoren sind Frauen. Die typische Chiropraktorpraxis ist 230m² groß und beschäftigt drei oder mehr Chiropraktoren sowie andere Angestellte und hat einen Trainingsraum. Es gibt derzeit 650 praktizierende Chiropraktoren. [Das sind bei 5,8 Millionen Einwohnern 8.923 Personen auf einen Chiropraktor. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es 150 Chiropraktoren bei 83 Millionen Einwohner. Das sind 553.333 Personen auf einen Chiropraktor]. 360 Chiropraktoren sind Eigentümer/Miteigentümer einer Praxis, 250 sind angestellt in einer privaten Praxis, 35 praktizieren im Ausland [wie Chiropraktor Alexander Meier], 35 sind pensionierte Chiropraktoren und 30 sind öffentliche Angestellte in einem Krankenhaus oder an einer Universität.

Quelle: Tillykke! Vi fylder 95!, unter: https://www.danskkiropraktorforening.dk/nyheder/2020/dkf-runder-95/ (abgerufen am 08.05.2020)

26.05.2020 Ι aus der Praxis

Masken – korrektes Tragen, Funktionsweise einer Maske und Evidenz

Seit 27.04.2020 gilt eine Maskenpflicht in Hamburg bei Benutzung des ÖPNVs und beim Einkauf im Einzelhandel. Es scheint, als ob die überwiegende Mehrheit buy injectable hgh with credit card der Maskenträger die Maske nicht korrekt trägt. Durch nicht korrektes Tragen wird die potentielle Schutzwirkung der Maske vermindert oder ganz zu nichte macht. Dann braucht man sie eigentlich nicht oder die Maske wird selbst zum Auslöser für Viren. Wir vom Chiropraktor-Haus möchten daher zum einen darstellen, wie eine Maske funktioniert, und zum anderen wie der korrekte Umgang mit der Maske aussehen sollte.

Wie eine Maske funktioniert, wurde in einem Experiment in Singapur getestet. Die Behörde für Wissenschaft, Technologie und Forschung und die Abteilung für Infektionskrankheiten des Singapur Allgemeinkrankenhauses haben die Effektivität von Masken im Hinblick auf die Reduzierung der Verbreitung von Atmungströpfchen getestet. Das Experiment wurde in einer Dunkelkammer durchgeführt und es kamen Laser und eine sehr schnelle hochsensitive Kamera zum Einsatz. Was fanden die Forscher heraus? Wenn Personen krank sind und husten oder niesen ohne eine Maske zu tragen, können die Tröpfchen, die sie produzieren und die Viren enthalten, 2m bis 3m fliegen. Wenn diese Tröpfchen auf dem Gesicht einer anderen Person landen, könnte diese Person erkranken. Schwerere größere Tröpfchen fallen zu Boden, während kleinere Tröpfchen in der Luft schweben. Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit, Temperatur oder Wind könnte auch Einfluss haben, wie die Tröpfchen fliegen. Wenn eine Person eine Maske korrekt über Nase und Mund trägt, werden die meisten Tröpfchen daran gehindert, außerhalb der Maske zu fliegen. Dies setzt voraus, dass es keine Lücken zwischen dem eigenen Gesicht und der Maske gibt. Eine Maske kann andere schützen, nicht den Maskenträger.

Quelle: Government of Singapore, unter: https://www.gov.sg/article/the-science-behind-why-masks-help-prevent-covid-19-spread (abgerufen: 11.05.2020)

Es gibt keine Evidenz, dass die Ausbreitung von COVID-19 durch das Tragen einer Maske verhindert oder vermindert wird, so die Weltgesundheitsorganisation (vgl. WHO 2020: 2) [Anm: Evidenz ist der empirisch, das heißt der verlässliche nach bestimmten wissenschaftlichen Standards erbrachte Nachweis des Nutzens eines therapeutischen oder diagnostischen Verfahrens]. Das Tragen einer Maske bringt Unsicherheiten und Risiken mit sich (vgl. WHO 2020: 2). Gleichwohl gebe es Staaten, die Masken vorschreiben (vgl. WHO 2020: 2). In diesem Fall sollte man den best practice [Anm.: beste Lösung unter den gegebenen Umständen] folgen, wie Masken zu tragen, abzunehmen und zu entsorgen sind und wie die Handhygiene nach Entsorgung der Maske aussehen sollte (vgl. WHO 2020: 2).

Quelle: Weltgesundheitsorganisation, unter: https://www.who.int/images/default-source/health-topics/coronavirus/risk-communications/general-public/protect-yourself/infographics/masks-infographic—final.tmb-1920v.png (abgerufen: 11.05.2020)

Die Maske darf nur als zusätzliche physische Barriere verstanden werden. Das Tragen einer Maske erlaubt nicht, den Mindestabstand von 1,5m zu unterschreiten. Die physische Distanz und das korrekte Niesen und Husten sind im Vergleich zur Maske die wichtigeren Präventionsmaßnahmen.

Es scheint derzeit, dass viele Leute annehmen, dass sie die Abstandsregelung nicht mehr einhalten müssen, da sie ja eine Maske tragen. Dies ist ein Irrtum. Zudem werden die Masken von der Mehrheit der Leute nicht korrekt getragen, so dass die potentielle Wirkung der physischen Barriere nicht gegeben ist (z. B. die „Ich-trage-meine-Nase-frei-Maskenträger“). Die Verbreitung durch Schmierinfektionen ist zudem möglich und hier stellen Masken ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar, denn die Maskenträger fassen ihre Maske ständig an (obwohl sie es nicht sollen) und haben dann die Viren, sollten diese per Schmierinfektion übertragen werden, an den Händen und verbreiten die Viren über ihre Hände. Die Weltgesundheitsorganisation hat Empfehlungen herausgegeben, wann und wie eine Maske zu tragen ist. Sie orientiert sich an Richtlinien für das Tragen von Masken durch medizinisches Personal.

Unsere Empfehlung:

  • Bedecken Sie mit Ihrer Maske sowohl den Mund als auch die Nase. Die Idee hinter dem Maskentragen ist die Vermeidung von Tröpfcheninfektionen und Tröpfchen können sowohl aus dem Mund als auch aus der Nase kommen.
  • Halten Sie zu anderen Personen den 1,5m-Abstand Dies gilt auch, wenn Sie im ÖPNV oder beim Einkaufen eine Maske tragen. Dies sollte bedeuten, dass Sie mehr Zeit als sonst für Aktivitäten mitbringen, insbesondere beim Einkaufen. So sollten wir in Supermarktgängen warten, dass eine andere Person aus dem Gang herausgeht, bevor wir zu der von uns gewünschten Ware in ebendiesem Gang gehen. An der Kasse oder beim Schlangestehen bitte nicht an anderen drankleben oder eben mal vorbeihuschen.
  • Waschen Sie sich regelmäßig hygienisch die Hände und trocknen Sie sie mit Einwegpapier.
  • Vermeiden Sie, sich am Mund, Nase oder Augen anzufassen.
  • Vermeiden Sie, die Maske anzufassen (an alle „Ich spreche nur, indem ich meine Maske von meinem Mund kurz weghalte-Personen“: Das ist nicht korrekt). Sollten sie Ihre Maske anfassen, waschen Sie sich bitte sofort hygienisch die Hände oder benutzen Sie zugelassenes Handdesinfektionsmittel und zwar korrekt.
  • Fassen Sie außerhalb Ihres Zuhauses so wenig wie möglich an.
  • Wenn Sie die Maske absetzen, fassen Sie nicht die Vorderseite an, tun Sie sich sofort in einen geschlossenen Abfall und reinigen Sie Ihre Hände (hygienisches Händewaschen, korrekte Handdesinfektion).

Die möglichen Risiken eines Maskentragens sind laut Weltgesundheitsorganisation:

  • Selbstkontaminierung durch Berührung der Maske oder erneuter Verwendung einer kontaminierten Maske
  • Mögliche Atemschwierigkeiten aufgrund der Maske
  • Falsches Gefühl von Sicherheit, das zu möglicherweise Nicht-Einhaltung anderer präventiver Maßnahmen führt wie Abstandsregeln und Handhygiene
  • Maskenlieferschwierigkeiten und mögliche Lieferschwierigkeiten von Masken für medizinisches Personal
  • Abziehen von Ressourcen für effektive öffentliche Gesundheitsmaßnahmen wie Handhygiene (vgl. WHO 2020: 2).

Quelle:

WHO 2020: Advice on the use of masks in the context of COVID-19, Weltgesundheitsorganisation, unter: https://apps.who.int/iris/rest/bitstreams/1274280/retrieve (abgerufen am 07.05.2020).

 Government of Singapore 2020: The science behind why masks help prevent COVID-19 spread, unter: https://www.gov.sg/article/the-science-behind-why-masks-help-prevent-covid-19-spread (abgerufen am 07.05.2020)

11.05.2020 Ι aus der Praxis

Heim nach Hamburg: Interview mit Alexander Meier in der Zeitschrift der Dänischen Chiropraktoren Gesellschaft

Die Dänische Chiropraktorengesellschaft Dansk Kiropraktor Forening hat in ihrem vierteljährlich erscheinenden Magazin „Kiropraktoren“ („Der Chiropraktor“) in der ersten Ausgabe 2020 die Chiropraktik in Deutschland beleuchtet. Sie interviewte dazu drei Personen, darunter Chiropraktor Alexander Meier, der als Deutscher in Dänemark studiert und gearbeitet hat und vom Dänischen Gesundheitsministerium als selbstständiger Chiropraktor mit Röntgenzulassung zugelassen ist. Ein Interview mit dem Vorsitzenden der Deutschen Chiropraktoren Gesellschaft und  mit Chiropraktorin Lisbeth Pørksen, einer Dänin, die in den USA studiert hat und in Deutschland ein Praxis hat, rundeten den Einblick von dänischer Seite in das Thema „Chiropraktik in Deutschland“ ab.

„Hjem til Hamborg“ – Heim nach Hamburg: Das ist die Überschrift des Interviews mit Chiropraktor Alexander Meier im Magazin der Dänischen Chiropraktorengesellschaft.  Das Interview mit Chiropraktor Alexander Meier stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung (und eine deutsche Übersetzung haben wir Ihnen auch vorbereitet:)). Hjem til Hamborg_dänisches Original und deutsche Übersetzung

„Ein Chiropraktor hat 5+1 Jahre Ausbildung von der Universität“. Quelle: Aufkleber der Dänischen Chiropraktoren Gesellschaft (DKF) fotografiert von Alexander Meier, Mitglied der DKF.

Die Dänische Chiropraktorengesellschaft (DKF) hat über 1.000 Mitglieder, wovon zwei Drittel im aktiven Arbeitsleben sind. Chiropraktoren sind in Dänemark Teil des öffentlichen Gesundheitswesens und arbeiten sowohl in niedergelassenen Praxen als auch in Krankenhäusern. Chiropraktoren werden in Dänemark an der staatlichen Universität Syddansk Universitet (SDU) in Odense in einem fünfjährigen medizinischem Studium ausgebildet. Im Anschluss folgt ein Praktisches Jahr in einer Praxis mit meditech pharm Kassenzulassung. Alle Chiropraktoren haben eine Röntgenausbildung und eine Röntgenzulassung. Zudem sind sie berechtigt, an andere Gesundheitsdienstleister oder an ein Krankenhaus zu überweisen. Diejenigen, die die MRT- und Röntgenbilder in Krankenhäusern in Dänemark auswerten, sind zu fast 100% Chiropraktoren, denn Chiropraktoren sind dafür am Besten ausgebildet im Vergleich zu allen anderen medizinischen Fachdiszilplinen.

In Deutschland gibt es kein akkreditiertes Universitätsstudium für Chiropraktik, das den weltweiten Mindeststandards genügt. Die in Deutschland praktizierenden Chiropraktoren haben alle ein Studium im Ausland absolviert. In Deutschland gibt es ca. 160 Chiropraktoren. Nicht alle Chiropraktoren, die in Deutschland praktizieren, sind Mitglied in der Deutschen Chiropraktoren Gesellschaft. So ist auch Chiropraktor Alexander Meier kein Mitglied der deutschen Gesellschaft, wohl aber der Dänischen Chiropraktoren Gesellschaft und der Europäischen Chiropraktoren Gesellschaft. Chiropraktoren in Deutschland sind nicht Teil des staatlichen Gesundheitssystems. Sie arbeiten unter dem Heilpraktikergesetz. Dies führt u. a. dazu, dass Chiropraktoren in Deutschland nicht röntgen dürfen.

20.04.2020 Ι aus der Praxis