Neuigkeiten aus dem Chiropraktor-Haus Hamburg2016-12-21T10:11:39+01:00

Neuigkeiten aus dem Chiropraktor-Haus Hamburg

Homeoffice ohne Rückenschmerzen – unsere Tipps

In den letzten Wochen sind immer mehr Personen dazu übergegangen oder angehalten worden, ihre Arbeit von zuhause zu machen. Während das Homeoffice bzw. ein Telearbeitsplatz viele Vorteile mit sich bringt, sind auch Nachteile damit verbunden, von zuhause zu arbeiten. Neben dem Familienleben, das für viele Herausforderungen in Sachen Organisation und Konzentration birgt, sind die Nachteile eines mobilen Arbeitsplatzes aus Sicht der Chiropraktik vor allem in der Arbeitshaltung zu finden. Wer hat schon einen bzw. zwei Schreibtische zuhause? Die meisten Arbeitnehmer werden wohl in diesen Tagen ihre Arbeit vom Esstisch aus erledigen. Wenn der Ehepartner ebenfalls arbeitet, ist häufig einer am Esstisch, während der andere sich auf der Coach bzw. im Sessel seinen Arbeitsplatz eingerichtet hat.

Die Gesundheit Ihres Muskel-Gelenk-Apparats wird durch einen „Arbeitsplatz“, der nicht dazu eingerichtet ist, ein Arbeitsplatz zu sein, stark belastet. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Schulter-Nacken-Verspannungen, ISG-Blockaden etc. – durch eine ergonomisch ungünstige Arbeitshaltung können viele Beschwerden ausgelöst und bestehende Beschwerden verschlimmert werden. Tatsächlich haben wir in unserer Praxis in den letzten zwei Wochen vermehrt Vorstellungen von Patienten, die eine deutliche Verschlechterung Ihrer Beschwerden erlebten und dafür explizit ihren Arbeitsplatz zuhause verantwortlich machten.

Wir vom Chiropraktor-Haus möchten Ihnen ein paar Tipps geben, auf was Sie achten sollten, wenn Sie aufgrund der aktuellen Situation von zuhause arbeiten:

  • Nutzen Sie, wenn möglich, einen Tisch auf Esstischhöhe und Stühle und arbeiten Sie nicht gekauert auf der Coach oder auf dem Fußboden.
  • Passen Sie Ihren Stuhl an: Die Füße sollten flach auf dem Boden sein, die Oberschenkel parallel zum Boden und die Knie sollten einen 90°-Winkel bilden. Nehmen Sie ein Kissen zu Hilfe (entweder für den Popo oder Sie legen es unter Ihre Füße).
  • Arrangieren Sie Ihren Laptop. Ihre Augen sollten auf der Höhe der Oberkante des Monitors sein. Stellen Sie den Laptop also bitte nicht einfach auf den Tisch, sondern erhöhen sie ihn (z. B. mit einem Paket oder mit einem Bücherstapel).
  • Kippen Sie den Bildschirm in einem Winkel von circa 15°, um eine optimale Nackenhaltung, die keinen negativen Effekt auf Ihre Wirbelsäule auswirkt, zu gewährleisten.
  • Arbeiten Sie mit externer Tastatur und externer Maus: Stellen Sie sicher, dass Sie weit genug vom Bildschirm weg sitzen – am besten 50cm. Rücken Sie die Tastatur zu sich heran und zwar so, dass sie mit den Ellenbogen auf einer Höhe sind, wenn Sie die Arme locker hängen lassen. Um Ihre Schultern und Ellenbogen zu schützen, stellen Sie sicher, dass Sie nie weit vorgreifen, um zu tippen. Behalten Sie einen rechten Winkel in Ihrem Ellenbogengelenk bei. Es ist deutlich besser für Ihren Muskel-Gelenk-Apparat eine Tastatur und eine Maus zu haben, als auf der Laptoptastatur und dem Laptoptouchpad zu arbeiten. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber und holen Sie Zubehör von Ihrem Arbeitsplatz ab.
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Achten Sie darauf, auch im Homeoffice ergonomisch richtig zu sitzen. Ihr Muskel-Gelenk-Apparat wird es Ihnen danken.

  • Machen Sie nicht die Schildkröte: Die Haltung, bei der der Kopf nach vorne gestreckt wird wie eine Schildkröte, die aus ihrem Panzer guckt, ist die häufigste eingenommene Fehlhaltung.
  • Fallen Sie nicht in sich zusammen: Die Runde-Schultern-Haltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Person zusammenfällt, runde Schultern macht und eine buckelige Erscheinung abgibt.
  • Wenn Sie zu Rückenschmerzen im unteren Rücken neigen, probieren Sie mal ein Kissen in Ihren unteren Rücken zu legen, das Ihnen die Unterstützung gibt, die Sie benötigen.
  • Legen Sie Ihre Arbeitsunterlagen nicht neben sich: Ein rotiertes Becken kann dadurch ausgelöst werden, dass eine Person eine Haltung für eine lange Zeit einnimmt, wie z. B. dass man auf der Coach sitzt und die Füße nach vorne hat und sich gleichzeitig dreht, weil der Laptop oder die Unterlagen neben der Sitzposition liegen (und nicht wie im Büro geradeaus).
  • Machen Sie Pausen: Machen Sie pro 30 Minuten, die Sie am Schreibtisch oder vor dem Computer sitzen, 1-2 Minuten Pause machen. Machen Sie nach jeder Arbeitsstunde eine Pause von mindestens 5 bis 10 Minuten.
  • Erinnern Sie sich, die Pausen zu nutzen, um sich zu bewegen. Anstatt vom Sitzen am Küchentisch zum Sitzen ins Wohnzimmer zu gehen, strecken Sie Ihre Glieder, drehen Sie die Gelenke langsam und mehrmals in beide Richtungen (z. B. die Handgelenke).

Nutzen Sie die Zeit im Homeoffice bzw. der Telearbeit dafür, sich gefühlt eher mehr statt weniger zu bewegen. Bedenken Sie: Ihr Arbeitsweg fällt weg. Gehen Sie z. B. mittags und abends spazieren.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps nützlich sind, Ihren neuen Arbeitsplatz zuhause aus dem Blick der Gesundheit Ihres Muskel-Gelenk-Apparats günstig zu gestalten. Sollten Sie schon jetzt Schmerzen, Beschwerden oder Funktionseinschränkungen aufgrund Ihrer Arbeit von zuhause erleben, ist unser Chiropraktor gerne für Sie da. Medizinisch notwendige Behandlungen bieten wir auch in diesen Wochen weiterhin an, gleichwohl mit noch strengeren Infektionsschutzmaßnahmen.

Medizinisch notwendige Behandlungen sind:

  • Schmerzen/Beschwerden oder Funktionseinschränkungen (innerhalb der letzten 14 Tage spürbar und im Alltag einschränkend)

oder

  • Behandlungsverläufe, bei denen ein Aussetzen eine deutliche Funktionsverschlechterung (Verschlimmerung) nach sich zieht. Das heißt, dass durch ein Aussetzen der Alltag wieder eingeschränkter wäre im Vergleich zum aktuell erreichten Status.

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob ein Termin in Ihrem Fall medizinisch notwendig ist, kontaktieren Sie uns gerne.

Achten Sie auf Ihre Arbeitshaltung im Homeoffice bzw. in Telearbeit. Ihr Muskel-Gelenk-Apparat (insbesondere Ihr Rücken) wird es Ihnen danken.

25.03.2020 Ι aus der Praxis

Infektionsschutz: Ein toller Film zur Virenverbreitung und unsere Tipps für Infektionsschutz

Das Virus Corona/COVID-19 breitet sich aus. Infektionsschutz sollte ernst genommen werden. Unsere Praxis Chiropraktor-Haus untersteht mit Chiropraktor Alexander Meier, der in Dänemark Klinische Biomechanik studiert hat und dort als Chiropraktor zugelassen wurde, dem Dänischen Gesundheitsministerium. Das Dänische Gesundheitsministerium hat angewiesen, dass in Chiropraktorpraxen auf das Händeschütteln verzichtet werden soll. Wir halten uns an diese vorbeugende Maßnahme des Infektionsschutzes und werden Sie, liebe Patientinnen und Patienten bzw. Begleiterinnen und Begleiter, ab sofort mit einem Lächeln begrüßen und verabschieden. Wir sind nicht unhöflich, sondern umsichtig.

Chiropraktor-Haus Chiropraktik chiropraktische Behandlung Rückenschmerzen Kopfschmerzen Fußschmerzen TennisarmDies wird sicherlich für Sie die offensichtlichste Maßnahme sein. Wir nehmen noch weitere Hygienemaßnahmen vor, die Sie nicht sehen, und die vom Umfang über unsere normalen hohen Standards entsprechenden Hygienemaßnahmen hinaus angewendet werden.

Nehmen auch Sie Infektionsschutz ernst. Wir haben ein paar Tipps für Sie.

Warum wir Infektionsschutz ernst nehmen sollten und wie die Verbreitung von Viren/Bakterien aussieht, sehen Sie hier in einem sehr gut gemachten 2 min-Stumm-Film zweier Krankenhäuser der Region um Kopenhagen. Der Film „Die unsichtbare Herausforderung“ ist ohne irgendwelche dänischen Sprachkenntnisse zu verstehen und sehr eindrücklich:

Tipps für Infektionsschutz vom Chiropraktor-Haus:

Richtig Hände waschen

Waschen Sie sich regemäßig und öfter als sonst die Hände mit Seife und mindestens 20 bis 30 Sekunden lang. Das ist sehr lang und Zählen ist zum einen langweilig und zum anderen schwierig, weil man nachlässig werden kann. Bewährt hat sich, dass man beim Händewaschen ein Lied singt oder summt, das mindestens 20 Sekunden lang ist. Sie könnten zum Beispiel zwei Mal hintereinander „Happy Birthday“ anstimmen. Das ist ein Vorschlag des US Centres for Disease Control and Prevention. Sie können jedes Lied nehmen, das Sie persönlich anspricht, solange Sie mindestens 20 Sekunden singen oder summen. Es gibt einen „Wash Your Lyrics“-Generator (washyourlyrics.com), wo Sie Titel und Interpret eingeben und dann ein Poster erstellt wird, bis wohin Sie singen oder summen müssen, um die 20 Sekunden zu erreichen. Es klappt nicht immer, aber oft. Am Besten stoppen Sie die tatsächliche Zeit noch einmal mit einer Stoppuhr, bevor Sie das Lied in Ihren Alltag beim Händewaschen integrieren.

Die Zeit einzuhalten, ist schon gut, aber noch nicht alles. Waschen Sie Ihre Hände gründlich, das heißt auch die Daumen, die Fingerkuppen und unter den Fingernägeln. Stellen Sie den Wasserhahn mit einem Papiertuch ab oder mit Ihrem Ellenbogen und greifen Sie nicht die Armaturen an nach dem Händewaschen. Trocknen Sie Ihre Hände mit Einwegpapiertüchern und öffnen Sie die Tür der Toilette mithilfe eines Einwegpapiertuches. Berühren Sie nicht den Türgriff nach dem Händewaschen.

„Wir haben im medizinischen Grundstudium die Hände mit einem unsichtbaren Mittel eingesprüht bekommen und sollten sie uns dann normal waschen. Danach mussten wir die Hände unter Schwarzlicht halten. Da konnte man sehen, was alles noch dran war. Danach wurde das Experiment wiederholt und wir sollten die Hände richtig, das heißt nach Infektionsschutzstandards waschen. Dies wurde wieder mit Schwarzlicht überprüft. Und dies wurde öfter gemacht. So haben wir an der Uni richtig Hände waschen gelernt als Medizinstudenten und Chiropraktorstudenten. Das war sehr eindrücklich“, erzählt Chiropraktor Alexander Meier.

Handdesinfektionsmittel richtig anwenden

Vielleicht haben Sie auch die Erfahrung gemacht, dass es bei Drogerien oder auch am 09.03. bei dem großen Discounter keine Handdesinfektionsmittel mehr gab, als Sie danach schauten. Die Nachfrage ist derzeit sehr hoch. Leider wissen die meisten Personen nicht, wie Sie die Handdesinfektion richtig durchführen und beschränken dadurch ihre Wirkung. Wir informieren Sie über die korrekte Anwendung: Das Gel sollte auf den Handteller einer Hand aufgetragen werden (bitte Dosierungshinweis auf der Packung beachten). Dann werden die Hände zusammen gerieben und das Gel auf der gesamten Oberfläche der Hände, Finger, zwischen den Fingern etc. verteilt und zwar bis die Hände trocken sind. Die meisten Personen, die im Alltag keine Handdesinfektion anwenden wie Dienstleister im Gesundheitssektor oder im Lebensmittelbereich, reiben nicht, bis die Hände trocken sind, und reduzieren damit die Infektionsvorbeugung. Generell ist übrigens Hände waschen wichtiger und sinnvoller als nur Desinfektionsmittel zu verwenden.

Richtig Niesen und Husten

Es scheint unglaublich, doch müssen auch wir in unserer Praxis immer wieder erleben, dass Personen husten oder niesen und entweder gar keinen Infektionsschutz betreiben oder sich die Hände vor Nase bzw. Mund halten. Das geht aus Infektionsschutzgründen gar nicht. Denn mit diesen Händen fassen die erkälteten Personen danach alles an (bei uns die Türgriffe, die Schuhablage, die Stühle, uns, den Tresen, das EC-Karten-Gerät etc.). So verbreiten sich Infektionen schnell (siehe den oben stehenden Film). Richtig ist, ausschließlich in die Ellenbeuge zu niesen oder zu husten oder in eine Einwegpapiertaschentuch. Dies gilt auch fürs Nase Putzen. Das benutzte Papiertaschentuch sollte nur in einem Mülleimer mit Deckel entsorgt werden und nicht in einem offenen Müll (also z. B. nicht in unseren Handtuchpapiermülleimer in der Toilette).

Halten Sie Ihre Hände vom Gesicht fern

Oft merkt man es kaum und kratzt sich im Gesicht oder richtet sich die Haare mit den Händen und berührt dabei das Gesicht. Aus Infektionsschutzgründen sollten die Hände nicht zum Gesicht geführt werden, da mit Mund, Auge und Nase Eintrittspforten für Krankheitserreger sind. Achten Sie bitte deutlich stärker als sonst darauf, Ihre Hände von Ihrem Gesicht und dem von anderen fern zu halten.

Nehmen Sie Infektionsschutz ernst und bleiben Sie ruhig. Indem jeder Infektionsschutzmaßnahmen anwendet, wird die Verbreitung von Infektionen wie Corona verlangsamt und das ist schon sehr viel wert. Denn so kann das Gesundheitssystem vor einer maximalen Auslastung bewahrt werden. Stress und Angst beeinträchtigen übrigens das Immunsystem. Das ist doch ein super Argument, um ruhig und besonnen zu bleiben, wie wir finden.

12.03.2020 Ι aus der Praxis

Muskelknoten und Tipps für Besserung

Es ist wahrscheinlich, dass auch Sie einmal das zwickende Gefühl eines Muskelknotens in ihrem Leben spüren. Laut Forschungsergebnissen sind bis zu 85 % der Bevölkerung von Muskelknoten betroffen. Muskelknoten behindern die Beweglichkeit, verursachen Schmerzen und können die Lebensqualität einschränken.

Was sind Muskelknoten?

Muskelknoten treten typischerweise in Rücken, Schulter und Nacken auf. Es handelt sich um steife Bänder von Muskeln mit einem harten Knubbel in der Mitte, der als Triggerpunkt bekannt ist. Der Schmerz kann entweder spontan auftreten oder wenn der Triggerpunkt gedrückt wird. Wie auch immer: Muskelknoten verursachen Schmerzen, die über den Triggerpunkt hinweg in die umliegende Muskulatur ausstrahlen.

Chiropraktor Alexander Meier tastet den Nacken einer Patientin ab.

Muskelknoten werden auch als myofascielle Triggerpunkte bezeichnet, sind komplex und können viele verschiedene Ursachen haben. Es steht zu diesem Thema noch einige Forschungsarbeit aus. Die bisherigen Forschungsergebnisse zeigen, dass Muskelknoten durch Überbeanspruchung entstehen wie zum Beispiel schweres Heben oder sich wiederholende Bewegungsabläufe. Weitere Ursachen können Stress, eine wenig ausgeprägte Sportlichkeit, schlechte Körperhaltung, Müdigkeit, Dehydration, ungesunde Essgewohnheiten, schlechter Schlaf oder Gelenkprobleme sein. Muskelfibren sind dafür geschaffen, sich zu bewegen, also sich zusammenzuziehen und zu entspannen oder sich zu weiten. Wenn wir uns zu wenig bewegen, können die Muskelfibren aneinanderkleben und einen Muskelknoten bilden.

Schmerz ist das erste Symptom bei einem Muskelknoten. Der Muskelknoten kann sich geschwollen, gespannt, knubbelig anfühlen und Schmerz hervorrufen. Er kann auch Schmerz in anderen Körperbereichen hervorrufen als dort, wo er sich gebildet hat. Ein Muskelknoten am Nacken kann beispielsweise Kopfschmerzen hervorrufen.

Faktoren, die das Risiko erhöhen, einen Muskelknoten zu bilden, sind Alter, Krankheit, Stress und Fibromyalgie.

Wie werden Muskelknoten diagnostiziert?

Um einen Muskelknoten zu diagnostizieren, wird eine körperliche Untersuchung durch einen erfahrenen Gesundheitsdienstleister wie einen Chiropraktor benötigt. Beim Diagnostizieren wird auf folgende Faktoren geachtet: straffes Muskelband, zarter Knoten, Reaktion auf Druck.

Wie werden Muskelnoten behandelt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Muskelknoten zu behandeln. Die am meisten genutzten sind Dehnen, Chiropraktor-Chiropraktik, Akupunktur, Übungen und Massage. Es geht bei der Behandlung darum, den Triggerpunkt zu entspannen, um Schmerz zu reduzieren, und die Beweglichkeit zu erhöhen, indem das verknotete Gewebe aufgebrochen wird und die entzündenden Nerven zur Ruhe kommen.

Was kann ich tun, um Muskelknoten vorzubeugen?

Das Risiko, Muskelknoten zu bilden, kann gesenkt werden, wenn man Stress reduziert, an der Körperhaltung und seinem Lebensstil (Ziel: aktiver Lebensstil) arbeitet. Wir vom Chiropraktor-Haus haben ein paar Tipps für Sie:

  • Sitzen Sie in einer entspannten Körperhaltung, in der die Schultern zurück und unten sind. Versuchen Sie, nicht zu lümmeln oder mit abgerundeten Schultern nach vorne zu sitzen.
  • Bauen Sie sowohl Pausen als auch Übungen in Ihren Tagesablauf ein.
  • Übernehmen Sie sich nicht, wenn Sie einmal etwas Schweres heben müssen. Bitten Sie um Hilfe und teilen Sie das Gewicht so gut es geht in kleinere Portionen auf.
  • Wenn Sie einer sitzenden Tätigkeit nachgehen, dehnen Sie sich regelmäßig.

Wenn Sie einen haltenden Muskelknoten haben, der Ihre Lebensqualität beeinträchtigt, stellen Sie sich bei einem Chiropraktor vor.

24.02.2020 Ι aus der Praxis

Chiropraktische Behandlung bei Entzündungen

Ein Jogger mittleren Alters stellt sich bei einem Chiropraktor mit Schmerzen in der Hüfte vor. Er hat die Diagnosen „Schleimbeutelentzündung“ und „Sehnenscheidentzündung“ erhalten und möchte nun von einem Chiropraktor behandelt werden.

Der Chiropraktor interessiert sich dafür, ob es irgendwelche Änderung im Alltag erfolgten, bevor die Schmerzen in der Hüfte auftraten. Der Patient erzählt, dass er angefangen habe, längere Strecken zu joggen, weil er nun am Arbeitsplatz andere Aufgaben habe und daher mehr sitze.

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Als Hüfte werden die beiden Gelenke zwischen dem Becken und jeweils einem Bein bezeichnet. Das Becken hingegen bildet eine funktionelle Einheit mit der Wirbelsäule.

Dieses Fallbeispiel ist ein Beispiel für Entzündungen wie aus dem Lehrbuch. Diese beiden Faktoren (mehr joggen, mehr sitzen) haben die Gewebeverletzung in der Hüfte verschlimmert. Der Körper schützt sich. Chiropraktoren behandeln Entzündungen genauso wie sie andere Schmerzen behandeln: Sie suchen nach der Ursache und greifen mit der Ursache im Blick auf Strategien zurück, um die Schmerzen zu behandeln, indem sie die Ursache minimieren oder lösen. Manchmal ist dabei Detektivarbeit erforderlich. Beim Ersttermin findet daher auch eine Aufnahme der Krankengeschichte statt, bei der der Patient nicht einfach erzählt, sondern der Chiropraktor in der Regel gezielt nachfragt. Auch während des Behandlungsverlaufs sollte ein leidenschaftlicher Chiropraktor nicht einfach behandeln, sondern immer nachfragen, ob sich etwas verändert hat, bis wann die Symptome besser waren, wie es sich jetzt anfühlt, was der Patient im Alltag für Herausforderungen hatte etc. Viele Patienten wissen nämlich bei ihrem Termin am Donnerstag gar nicht mehr, dass sie am Samstag den Zaun gestrichen haben und sagen einfach nur: „Der Nacken-Schulter-Bereich ist überhaupt nicht besser geworden. Und seit Sonntag habe ich leichte Kopfschmerzen“. Wenn der Chiropraktor dann nachfragt, kommt heraus, dass bis Freitag letzter Woche alles super war und viel besser als zuvor…und der Patient daher frohen Mutes am Samstag das Zaunstreichen anging.

Im Falle des Joggers ist die Entzündung das Ergebnis von nicht optimaler Biomechanik und nicht optimaler Ergonomie. Mehr Joggen und mehr sitzen – das war zu viel für seinen Körper. Die chiropraktische Behandlung bei Entzündungen kann die Erhöhung von Flexibilität und von Stärke, die Justierung und die Erhöhung der Resilienz des Körpers gegen physische Stressoren im Alltag umfassen. Beim Beispiel des Joggers würde ein Chiropraktor dazu raten, die tägliche Laufstrecke zu reduzieren und die Zeit des Sitzens auf der Arbeit zu reduzieren. Weniger sitzen auf der Arbeit geht z. B. mit einem regelmäßigen Gang zur Toilette zwei Stockwerke unten drunter, mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch o. Ä.. Der Chiropraktor wird im Fall des Joggers beispielsweise die Hüfte und/oder das Becken chiropraktisch behandeln und er kann Übungen empfehlen. [Mehr zur Funktion der Hüfte und dem Unterschied zwischen Hüfte und Becken gibt es hier].

Es gibt Arten von Entzündungen, die biomechanische Ursachen haben. Sie können kühlen, salben und Schmerzmittel nehmen – aber das ändert nichts an der mechanischen Einwirkung auf den Körper. Man kann nicht einfach biomechanische Probleme mit chemischen Mitteln lösen. Indem in dem Jogger-Beispiel die Hüfte gestärkt wird, kann jeder Schritt besser abgefedert werden. Die Folge ist eine sicherere Belastung von Sehnen, weniger Schäden und weniger Entzündung.

Was machen Chiropraktoren bei Entzündungen?

Sie versuchen die Ursache zu identifizieren: im Gespräch mit dem Patienten und durch Untersuchung. Chiropraktoren schauen nach Schwellungen, Rötungen, Hitze, Schmerzen und manchmal Funktionsverlust (wie z. B. Schwierigkeiten beim Gehen). Behandlungsmöglichen für Entzündungen umfassen biomechanische Justierungen, Behandlung von Muskeln und Sehnen und spezielle Übungen für den Patienten. Bei akuten Entzündungen kann der Chiropraktor seine Behandlung anpassen und gegebenenfalls nicht direkt, sondern die umliegenden Strukturen behandeln, um eine Entlastung zu erzielen. Chiropraktoren sind darin ausgebildet, Entzündungen zu identifizieren und sie können erkennen, wenn Entzündungen von rheumatoider Arthritis oder Psoriasis kommen. Chiropraktoren können auch bei rheumatologischen Entzündungen biomechanisch behandeln und dies kann zu einer Entlastung des Bereichs führen. Sie überweisen den Patienten gegebenenfalls an einen Rheumatologen. Chiropraktor Alexander Meier vom Chiropraktor-Haus in Hamburg hat im Bachelorstudiengang 90% der Studieninhalte deckungsgleich mit den Medizinstudenten gehabt und mit diesen in denselben Veranstaltungen gesessen. Im Masterstudiengang hatten die Chiropraktorstudenten sogar mehr Unterricht in Orthopädie, Neurologie und Rheumatologie als die Medizinstudenten. Chiropraktik im Sinne der Chiropraktor-Chiropraktik ist der weltweit drittgrößte akademische Heilberuf nach Allgemeinmedizin und Zahnmedizin und als medizinische Disziplin zwischen Orthopädie, Neurologie und Rheumatologie angesiedelt. Dieser Platz ist bei den medizinischen Fachdisziplinen in Deutschland leer. Chiropraktoren sind weder Chiropraktiker noch Chirotherapeuten, sondern haben alle an einer anerkannten Universität im Ausland ein 5-jähriges Studium der Chiropraktik ggf. mit anschließendem Praktischen Jahr abgeschlossen.

Chiropraktoren können Entzündungen in vielen Fällen chiropraktisch behandeln.

07.02.2020 Ι aus der Praxis

Eindrücke von China in Singapur

Haben Sie schon gehört? Wir waren zwischen den Jahren 10 Tage in Singapur – und das nicht nur der Sonne wegen. Mit ca. 75% der Einwohner bilden die chinesisch-stämmigen Singapurer die Mehrheit der Singapurer. Dies war von besonderen Interesse für unsere Trainerin für Qigong, selbstregulative Techniken und Gesundheitsförderung, Dr. Laura Meier.

„Während meines Qigong-Studiums an der Universität Oldenburg haben wir uns auch mit chinesischer Philosophie und Weltsichten und mit grundlegenden Aspekten der Chinesischen Medizin befasst. Ein Grundverständnis davon ist eine Voraussetzung, um die chinesische Bewegungstherapie Qigong zu verstehen. In Singapur konnte ich einen Eindruck von China im Kleinen bekommen. Das fand ich sehr spannend und bereichernd“, so die Qigong-Trainerin. Nicht nur das Essen war interessant und oft überraschend – und meist lecker. In Singapur gibt es zahlreiche chinesische Tempel, die meisten davon buddhistisch, einige auch daoistisch. „Neben den Daoistischer Tempel in SingapurTempeln fand ich die chinesischen Apotheken sehr spannend. Dort stehen überall Gefäße mit getrockneten Wurzeln, Beeren und Tieren. Es gibt keine fertigen Arzneimittel zu kaufen wie bei uns, sondern alles wird individuell nach Rezept zusammengemischt“. Besonders begeisterte das Team vom Chiropraktor-Haus, dass die Menschen in Singapur auf ihre Gesundheit anscheinend mehr achten als in Deutschland. Qigong bzw. Körperkultivierung ist in Singapur wie auch in China in den Alltag der Menschen integriert. „Man trifft sich frühmorgens in Parks und trainiert zusammen Qigong. Das tropische Klima ist natürlich super dafür. Qigong morgens bei norddeutschem Regenwetter zu machen, kann mitunter nicht ganz so angenehm sein. Der Staat tut auch viel für die Gesunderhaltung bzw. Gesundheitsprävention: Zum Beispiel sind neben staatlichen Spielplätzen – jeder Wohnkomplex hat einen – Geräte für Erwachsene, so dass die Erwachsenen Stabilisierungs- und leichte Muskelübungen machen können, während sie die Kinder beaufsichtigen. Ein tolles Konzept“, erzählt Qigong-Trainerin Dr. Laura Meier begeistert.

Das Chiropraktor-Haus bietet seit Neuestem Kurse in „Meditation in Bewegung – Stressmanagement und stabilisierende Kräftigung (Qigong)“ an. In den Kursen wird zur Behandlung von Muskel-Gelenk-Beschwerden auf Methoden aus dem Qigong zurückgegriffen. Die Übungen sind von Chiropraktor Alexander Meier angepasst für Personen mit Beschwerden im Muskel-Gelenk-Apparat. Die Kurse unterstützen während des chiropraktischen Behandlungsverlaufs und sind auch als Tertiärprävention (Rückfallprophylaxe) geeignet. Es wird in den Kursen des Chiropraktor-Haus nicht nach Chinesischer Medizin diagnostiziert oder behandelt. „Die Übungen eignen sich hervorragend, um die stabilisierende Muskulatur zu trainieren. Die kommt ja oft zu kurz. Selbst wenn man Sport macht, sind viele Übungen auf die Kraft-Muskeln ausgerichtet. Doch ein dicker Bizeps schützt nicht vor Rückenschmerzen. Mobilisierung von Gelenken und gezieltes Training der stabilisierenden Muskulatur sind gut geeignet, um die chiropraktische Behandlung zu unterstützen. Bei unserem Programm „Meditation in Bewegung“ kommt noch der Aspekt Stressmanagement hinzu. Die meisten meiner Patienten sind gestresst und Stress löst Muskel-Gelenk-Beschwerden mit aus oder verschlimmert bestehende Beschwerden. Daher wollten wir ein Konzept anbieten, das neben Training für Gelenke und stabilisierende Muskulatur auch Stressmanagement miteinschließt“, so Chiropraktor Alexander Meier. Die Beobachtung, dass viele Personen gestresst sind, deckt sich mit einer aktuellen Forsa-Umfrage. Stress vermeiden oder abbauen steht für 64% aller Befragten und aller Altersgruppen an erster Stelle bei den guten Vorsätzen für 2020 – das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage von Ende 2019. Mehr bewegen/Sport gaben 56% an (4. Platz gute Vorsätze) und mehr Zeit für mich selbst 53% (5. Platz gute Vorsätze) (vgl. DAK 2019).

Derzeit wird ein Kurs in der Woche in „Meditation in Bewegung – Stressmanagement und stabilisierende Kräftigung (Qigong)“ angeboten. Der aktuelle Kurs läuft noch bis Ende März.

Quelle: DAK 2019: DAK-Studie: Das nehmen sich die Deutschen fürs neue Jahr vor, unter: https://www.dak.de/dak/bundesthemen/gute-vorsaetze-2020-2201188.html (abgerufen am 21.01.2020).

21.01.2020 Ι aus der Praxis