Chiropraktor-Haus-Halswirbelsaeule

Ein Schleudertrauma ist eine Verstauchung der Halswirbelsäule. Grund ist eine ruckartige Bewegung des Kopfes während sich der Rumpf nicht mitbewegt.

Das Ziel der Forschungsstudie war, eine Langzeitvorhersage für Personen mit Schleudertrauma zu treffen. [Anm.: Ein „Schleudertrauma“ wird in der Umgangssprache verwendet für eine Halswirbelsäulendistorsion [distorsion (lateinisch)= Verrenkung, Verstauchung]. Die häufigste Ursache ist ein Auffahrunfall, bei dem sich der Kopf ruckartig nach vorne oder hinten bewegt und sich der Rumpf nicht mitbewegt. Typische Symptome bei einem Schleudertrauma sind Kopfschmerzen, Schwindel, Empfindungsstörungen und Bewegungseinschränkungen (u. a. steifer Nacken).]

Personen, die vor 12 bis 14 Jahren ein Schleudertrauma erfahren haben, wurde ein Online-Fragebogen gesendet. Die Studie umfasste 927 Personen mit Schleudertrauma sowie eine Beobachtergruppe mit 187 Personen und eine Gruppe aus einem randomisierten Versuch mit 740 Personen. Die 927 Personen, die einem akuten Schleudertrauma durch einen Autounfall ausgesetzt waren, wurden gefragt, ob sie an einer Online-Umfrage mitmachen könnten. Es wurden folgende Messzahlen verwendet: Einschränkungen mit Bezug auf das Schleudertrauma, Schmerzen, Rückgriff auf Medikamente bzw. Behandlung ohne Medikamente und Arbeitsfähigkeit.

Die Antwortrate lag bei 37%. 55% berichteten von Einschränkungen durch das Schleudertrauma. 14% berichteten von täglichen Symptomen. Ein starker Zusammenhang zwischen Risikoschichten und Auswirkungen des Ereignisses und zwischen Risikoschichten und einschränkenden Symptomen wurde gefunden.

Zu welchem Schluss kamen die Forscher? Interne Bewertungen und Langzeit-Bewertungen der Dänischen Schleudertrauma Gruppe Risikobewertungskennzahl (DWGRAS) wurde durchgeführt. Gleichwohl zeigte eine niedrige Antwortrate auf, dass die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden sollten. Zudem sollte eine externe Bewertung durchgeführt werden bei Langzeitstudien. Eine receiver operating characteristics curve von 0,73 (95% Konfidenzintervall) wurde unter Rückgriff auf die DWGRAS Risikokennzahl gefunden, die tägliche oder wöchentliche Schleudertrauma bezogene Einschränkungen nach 12 bis 14 Jahren vorhersagt.

Quelle:

Rasmussen, Martin/Kongsted, Alice/Carstensen, Tina/Jensen, Troels/Kasch, Helge 2020: Revisiting Risk-stratified Whiplash-exposed Patients 12 to 14 Years After Injury, in: The Clinical journal of pain, 36:12, 923-931, unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32826406/ (abgerufen am 18.11.2020)

19.11.2020 Ι aus der Forschung