Haben Sie dieses Jahr schon angefangen, Weihnachtskekse zu backen? Viele beginnen damit dieses Jahr schon früher als sonst. In der Weihnachtsbäckerei muss Puderzucker gesiebt werden, der Mixer gegen alle Widrigkeiten von sehr kompaktem Teig gehalten werden, die frisch aus dem Kühlschrank genommene Butterkekseteigkugeln mit den Resten vom vorherigen Ausrollen zusammen geknetet werden,  Orangen- oder Zitronenschale abgerieben werden, die Masse für die Zimtsterne soll mit den Händen fertig geknetet werden etc. Die dafür nötigen Handgriffe sind für sich betrachtet nicht besonders anspruchsvoll. Die wiederholenden Bewegungen jedoch sind eine Belastung für unseren Muskel-Skelett-Apparat und insbesondere für die Muskulatur in den Unterarmen. 500g Puderzucker sieben für vier Backbleche Zimtsterne oder mehrere Zitronenschalen abreiben kann eine Herausforderung für Ihre Muskulatur sein.

Und Sie backen ja bestimmt nicht nur eine Sorte Kekse, oder? Wir nehmen uns oft viel in einem relativen kleinen Zeitfenster vor. Für den gesamten Advent werden die Kekse an einem Wochenende nacheinander gebacken. Massen an Keksen werden produziert, denn es soll ja bis Weihnachten reichen, auch wenn dieses Jahr mangels persönlicher Adventskaffeebesuche viele Tütchen für Freunde, Kollegen, Nachbarn und Familie gepackt und überbracht bzw. versendet werden.

Eine Folge von zu heftigen Backorgien ist oftmals ein Tennisarm. Er entsteht durch eine akute Überlastung von Muskeln und Sehnen durch die gleiche Bewegung in einem kurzen Zeitraum. Wenn Sie in Ihren Unterarm auf der der Körper abgewandten Seite drücken und zwar unterhalb des Ellenbogens und merken, dass es weh tut und die Muskeln dagegen spannen, haben Sie sich einen Tennisarm zugezogen. Wenn es Sie ganz schlimm getroffen hat, können sogar Schmerzen beim Anheben von Gegenständen oder beim Zugreifen oder Beugen der Hand auftreten. Die Überlastung der Muskulatur kann sich zu einer Entzündung ausweiten. In diesem Fall sind die Schmerzen auch bei geringer Belastung stark und können bis zur Hand bzw. bis zu den Fingern ausstrahlen. Ein Tennisarm kann eine sehr langwierige Sache sein, denn wir benutzen unsere Arme im Alltag für alles und daher wird die Schwachstelle immer weiter belastet und kommt nie zur Ruhe.

Ein Chiropraktor behandelt einen Tennisarm, indem die Muskulatur aktiviert wird und das Ellenbogengelenk sowie das Handgelenk mit schnellen gezielten manuellen Impulsen behandelt werden.

Achten Sie auf Ihre Arme, wenn Sie in der Weihnachtsbäckerei voll Eifer tätig sind. Ihr Muskel-Gelenk-Apparat wird es Ihnen danken.

18.11.2020 Ι aus der Praxis