Einfache harte Übungen sind vielleicht gut bei hypermobilen schmerzenden Schultern, obgleich sie selten empfohlen werden. Eine dänische Pilotstudio hat ein 16-wöchiges Intensivtrainingsprogramm für Patienten mit Hypermobilität und Schulterinstabilität und/oder Schulterschmerzen von über drei Monaten Dauer untersucht.

Foto: Kiropraktoren Nr. 32020, S. 6

Die Studie ist eine Vorbereitungsstudie für einen großen randomisierten klinischen Versuch. Die jetzt durchgeführte Studie zeigte, dass bei Patienten, die das Programm abgeschlossen haben, ein positiver Effekt auf Schmerzen und Beweglichkeit vorlag. „Wie die Studie zeigt, ist eine aktive Trainingsintervention mit hoher Belastung sowohl sicher als auch möglich auszuführen für diese Patientengruppe, was im Gegensatz steht zu den allgemeinen Empfehlungen, die auf wenig Belastung und begrenzte Bewegungsfreiheit basieren. Die Studie fällt in einen generellen Trend für Forschung im Muskel- und Skelettschmerzen, wo die Interventionen im zunehmenden Grad auf einfache Stärkungsübungen mit erhöhter Belastung fokussieren als auch komplexe neuromuskuläre Stabilitätsübungen mit wenig Belastung. Es ist noch zu früh, sich über den positiven Effekt der Intervention zu freuen, denn es gab keine Kontrollgruppe. Daher muss für die endgültige Schlussfolgerung auf die Ergebnisse der randomisierten Studie gewartet werden“, führte der Forschungsleiter Dr. Kim Gordon Ingwersen vom Krankenhaus Lillebælt in der Zeitschrift für Ärzte aus.

Quelle: Kiropraktoren Nr.3 2020, S. 6 sowie https://ugeskriftet.dk/videnskab/skuldertraening-til-patienter-med-hypermobile-led

27.10.2020 Ι aus der Forschung