Es ist wahrscheinlich, dass auch Sie einmal das zwickende Gefühl eines Muskelknotens in ihrem Leben spüren. Laut Forschungsergebnissen sind bis zu 85 % der Bevölkerung von Muskelknoten betroffen. Muskelknoten behindern die Beweglichkeit, verursachen Schmerzen und können die Lebensqualität einschränken.

Was sind Muskelknoten?

Muskelknoten treten typischerweise in Rücken, Schulter und Nacken auf. Es handelt sich um steife Bänder von Muskeln mit einem harten Knubbel in der Mitte, der als Triggerpunkt bekannt ist. Der Schmerz kann entweder spontan auftreten oder wenn der Triggerpunkt gedrückt wird. Wie auch immer: Muskelknoten verursachen Schmerzen, die über den Triggerpunkt hinweg in die umliegende Muskulatur ausstrahlen.

Chiropraktor Alexander Meier tastet den Nacken einer Patientin ab.

Muskelknoten werden auch als myofascielle Triggerpunkte bezeichnet, sind komplex und können viele verschiedene Ursachen haben. Es steht zu diesem Thema noch einige Forschungsarbeit aus. Die bisherigen Forschungsergebnisse zeigen, dass Muskelknoten durch Überbeanspruchung entstehen wie zum Beispiel schweres Heben oder sich wiederholende Bewegungsabläufe. Weitere Ursachen können Stress, eine wenig ausgeprägte Sportlichkeit, schlechte Körperhaltung, Müdigkeit, Dehydration, ungesunde Essgewohnheiten, schlechter Schlaf oder Gelenkprobleme sein. Muskelfibren sind dafür geschaffen, sich zu bewegen, also sich zusammenzuziehen und zu entspannen oder sich zu weiten. Wenn wir uns zu wenig bewegen, können die Muskelfibren aneinanderkleben und einen Muskelknoten bilden.

Schmerz ist das erste Symptom bei einem Muskelknoten. Der Muskelknoten kann sich geschwollen, gespannt, knubbelig anfühlen und Schmerz hervorrufen. Er kann auch Schmerz in anderen Körperbereichen hervorrufen als dort, wo er sich gebildet hat. Ein Muskelknoten am Nacken kann beispielsweise Kopfschmerzen hervorrufen.

Faktoren, die das Risiko erhöhen, einen Muskelknoten zu bilden, sind Alter, Krankheit, Stress und Fibromyalgie.

Wie werden Muskelknoten diagnostiziert?

Um einen Muskelknoten zu diagnostizieren, wird eine körperliche Untersuchung durch einen erfahrenen Gesundheitsdienstleister wie einen Chiropraktor benötigt. Beim Diagnostizieren wird auf folgende Faktoren geachtet: straffes Muskelband, zarter Knoten, Reaktion auf Druck.

Wie werden Muskelnoten behandelt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Muskelknoten zu behandeln. Die am meisten genutzten sind Dehnen, Chiropraktor-Chiropraktik, Akupunktur, Übungen und Massage. Es geht bei der Behandlung darum, den Triggerpunkt zu entspannen, um Schmerz zu reduzieren, und die Beweglichkeit zu erhöhen, indem das verknotete Gewebe aufgebrochen wird und die entzündenden Nerven zur Ruhe kommen.

Was kann ich tun, um Muskelknoten vorzubeugen?

Das Risiko, Muskelknoten zu bilden, kann gesenkt werden, wenn man Stress reduziert, an der Körperhaltung und seinem Lebensstil (Ziel: aktiver Lebensstil) arbeitet. Wir vom Chiropraktor-Haus haben ein paar Tipps für Sie:

  • Sitzen Sie in einer entspannten Körperhaltung, in der die Schultern zurück und unten sind. Versuchen Sie, nicht zu lümmeln oder mit abgerundeten Schultern nach vorne zu sitzen.
  • Bauen Sie sowohl Pausen als auch Übungen in Ihren Tagesablauf ein.
  • Übernehmen Sie sich nicht, wenn Sie einmal etwas Schweres heben müssen. Bitten Sie um Hilfe und teilen Sie das Gewicht so gut es geht in kleinere Portionen auf.
  • Wenn Sie einer sitzenden Tätigkeit nachgehen, dehnen Sie sich regelmäßig.

Wenn Sie einen haltenden Muskelknoten haben, der Ihre Lebensqualität beeinträchtigt, stellen Sie sich bei einem Chiropraktor vor.

24.02.2020 Ι aus der Praxis