Haben Sie schon gehört? Wir waren zwischen den Jahren 10 Tage in Singapur – und das nicht nur der Sonne wegen. Mit ca. 75% der Einwohner bilden die chinesisch-stämmigen Singapurer die Mehrheit der Singapurer. Dies war von besonderen Interesse für unsere Trainerin für Qigong, selbstregulative Techniken und Gesundheitsförderung, Dr. Laura Meier.

„Während meines Qigong-Studiums an der Universität Oldenburg haben wir uns auch mit chinesischer Philosophie und Weltsichten und mit grundlegenden Aspekten der Chinesischen Medizin befasst. Ein Grundverständnis davon ist eine Voraussetzung, um die chinesische Bewegungstherapie Qigong zu verstehen. In Singapur konnte ich einen Eindruck von China im Kleinen bekommen. Das fand ich sehr spannend und bereichernd“, so die Qigong-Trainerin. Nicht nur das Essen war interessant und oft überraschend – und meist lecker. In Singapur gibt es zahlreiche chinesische Tempel, die meisten davon buddhistisch, einige auch daoistisch. „Neben den Daoistischer Tempel in SingapurTempeln fand ich die chinesischen Apotheken sehr spannend. Dort stehen überall Gefäße mit getrockneten Wurzeln, Beeren und Tieren. Es gibt keine fertigen Arzneimittel zu kaufen wie bei uns, sondern alles wird individuell nach Rezept zusammengemischt“. Besonders begeisterte das Team vom Chiropraktor-Haus, dass die Menschen in Singapur auf ihre Gesundheit anscheinend mehr achten als in Deutschland. Qigong bzw. Körperkultivierung ist in Singapur wie auch in China in den Alltag der Menschen integriert. „Man trifft sich frühmorgens in Parks und trainiert zusammen Qigong. Das tropische Klima ist natürlich super dafür. Qigong morgens bei norddeutschem Regenwetter zu machen, kann mitunter nicht ganz so angenehm sein. Der Staat tut auch viel für die Gesunderhaltung bzw. Gesundheitsprävention: Zum Beispiel sind neben staatlichen Spielplätzen – jeder Wohnkomplex hat einen – Geräte für Erwachsene, so dass die Erwachsenen Stabilisierungs- und leichte Muskelübungen machen können, während sie die Kinder beaufsichtigen. Ein tolles Konzept“, erzählt Qigong-Trainerin Dr. Laura Meier begeistert.

Das Chiropraktor-Haus bietet seit Neuestem Kurse in „Meditation in Bewegung – Stressmanagement und stabilisierende Kräftigung (Qigong)“ an. In den Kursen wird zur Behandlung von Muskel-Gelenk-Beschwerden auf Methoden aus dem Qigong zurückgegriffen. Die Übungen sind von Chiropraktor Alexander Meier angepasst für Personen mit Beschwerden im Muskel-Gelenk-Apparat. Die Kurse unterstützen während des chiropraktischen Behandlungsverlaufs und sind auch als Tertiärprävention (Rückfallprophylaxe) geeignet. Es wird in den Kursen des Chiropraktor-Haus nicht nach Chinesischer Medizin diagnostiziert oder behandelt. „Die Übungen eignen sich hervorragend, um die stabilisierende Muskulatur zu trainieren. Die kommt ja oft zu kurz. Selbst wenn man Sport macht, sind viele Übungen auf die Kraft-Muskeln ausgerichtet. Doch ein dicker Bizeps schützt nicht vor Rückenschmerzen. Mobilisierung von Gelenken und gezieltes Training der stabilisierenden Muskulatur sind gut geeignet, um die chiropraktische Behandlung zu unterstützen. Bei unserem Programm „Meditation in Bewegung“ kommt noch der Aspekt Stressmanagement hinzu. Die meisten meiner Patienten sind gestresst und Stress löst Muskel-Gelenk-Beschwerden mit aus oder verschlimmert bestehende Beschwerden. Daher wollten wir ein Konzept anbieten, das neben Training für Gelenke und stabilisierende Muskulatur auch Stressmanagement miteinschließt“, so Chiropraktor Alexander Meier. Die Beobachtung, dass viele Personen gestresst sind, deckt sich mit einer aktuellen Forsa-Umfrage. Stress vermeiden oder abbauen steht für 64% aller Befragten und aller Altersgruppen an erster Stelle bei den guten Vorsätzen für 2020 – das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage von Ende 2019. Mehr bewegen/Sport gaben 56% an (4. Platz gute Vorsätze) und mehr Zeit für mich selbst 53% (5. Platz gute Vorsätze) (vgl. DAK 2019).

Derzeit wird ein Kurs in der Woche in „Meditation in Bewegung – Stressmanagement und stabilisierende Kräftigung (Qigong)“ angeboten. Der aktuelle Kurs läuft noch bis Ende März.

Quelle: DAK 2019: DAK-Studie: Das nehmen sich die Deutschen fürs neue Jahr vor, unter: https://www.dak.de/dak/bundesthemen/gute-vorsaetze-2020-2201188.html (abgerufen am 21.01.2020).

21.01.2020 Ι aus der Praxis