Die Sommerferien stehen vor der Tür! Sechs Wochen schulfrei, Sonne, viel Zeit für Dinge, die man sonst nicht tut – herrlich! Viele fahren in den Urlaub. Dabei warten einige Herausforderungen auf Ihren Muskel-Skelett-Apparat. Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie Schmerzen während des Urlaubs vermeiden.

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Viel Gepäck zu transportieren ist eine Herausorderung für den Muskel-Gelenk-Apparat.

Nehmen Sie nicht so viel mit. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Gerade, wenn wir mit dem Auto zum Urlaubsziel gelangen, gibt es keine von Dritten verordnete Gepäckbeschränkung und wir neigen dazu, weitere Sachen ins Auto zu quetschen. Denken Sie daran: Sie müssen das auch alles schleppen. Oder gehören Sie zu den wenigen, die eine Unterkunft mit Gepäckträgerservice gebucht haben? Wenn Sie schweres oftmals unhandliches Gepäck von zuhause ins Auto und dann vom Auto in die Ferienwohnung oder aufs Zimmer bringen – wohlgemerkt in mehreren Fuhren – dann wissen Sie, was Sie geschafft haben. Wenn Ihnen dann noch mehrere Stockwerke ohne Fahrstuhl in die Quere kommen, ist Ihr Muskel-Skelett-Apparat schon bei der Ankunft am Urlaubsort stark beansprucht oder überbeansprucht worden. Rückenschmerzen, Nackenschmerzen oder Schmerzen im ISG (Beckengelenk) sind oftmals die Folge von zu viel Last auf einmal und falschem Anheben. Unsere Tipps:

  • Nehmen Sie nicht so viel mit.
  • Wenn Sie ein Gepäckstück anheben, vermeiden Sie, sich mit dem Oberkörper abzuklappen und nach vorne zu beugen. Gehen Sie stattdessen mit geradem Rücken in die Knie und heben Sie das Gepäckstück an.
  • Vermeiden Sie Drehbewegungen mit dem Rumpf beim Anheben. Dabei wirken zu viele Kräfte von verschiedenen Seiten auf die Wirbelkörper ein.
  • So verführerisch es ist, schnell ausgeladen haben zu wollen: Nehmen Sie pro Fuhre so viel mit, wie es angenehm ist. Achten Sie möglichst darauf, in der rechten und der linken Hand gleich schwere Teile zu tragen (Balance).

Wir freuen uns meist sehr, am Urlaubsort zu sein und endlich die Gegend zu erkunden, ins Wasser zu springen, die Seele baumeln zu lassen. Am nächsten Morgen sieht die Welt oft etwas getrübter aus. Wie vielen von uns hat ein für den eigenen Körper ungeeignetes Bett nicht schon die Urlaubsfreude vermasselt? Betten in Hotels und Ferienwohnungen sind meist zu weich und durchgelegen (selten zu hart). Wer schon mal eine Nacht in Bananenhaltung verbracht hat, weiß, dass der Körper am nächsten Morgen sein Missfallen deutlich durch Schmerzen zum Ausdruck bringt. Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Verspannungen, Rückenschmerzen, Hüftschmerzen und/oder Beckengelenksschmerzen (ISG) sind oft die Folge von zu weichen Matratzen oder Matratzen mit Sprungfederfühlung. Die nächste Sache ist das Kopfkissen. Kopfkissen, die den Kopf nicht stützen, sind häufig anzutreffen in Hotels und Ferienwohnungen. Zudem ist generell ein neues Kopfkissen immer eine Umgewöhnung für den Körper. Durch Kopfkissen können Kopfschmerzen, Schulter-Nackenverspannungen und Rückenschmerzen auftreten.

Wir haben ein paar Tipps für Sie:

  • Nehmen Sie Ihr Kopfkissen von zuhause mit in den Urlaub oder testen Sie ein Reisekopfkissen aus Kaltschaum.
  • Bitten Sie um eine neue festere Matratze oder um eine feste Auflage. Oder seien Sie präventiv und nehmen Sie eine eigene Reisematratze aus Kaltschaum mit. Wenn es ganz schlimm ist, schlafen Sie auf dem Boden.
  • Wenn Sie Schmerzen haben, bewegen Sie sich viel und nicht einseitig. Machen Sie Spaziergänge und schwingen Sie die Arme mit (keine Taschen, nichts in der Hand).

Herausforderungen für den Muskel-Gelenk-Apparat können die Urlaubsfreude trüben.

Die unterschiedlichen Urlaubstypen bringen ebenfalls Herausforderung für den Muskel-Gelenk-Apparat mit sich:

Der Aktivurlauber kann nun endlich je nach Gusto wandern, Fahrrad fahren, surfen lernen und ähnliche körperliche Aktivitäten machen, die er im Alltag nicht umsetzen kann. Unser Tipp:

  • Übernehmen Sie sich nicht. Wer zuhause keine 30 km Fahrrad fährt, sollte es im Urlaub nicht gleich mit einer dementsprechend großen Tour probieren. Es ist empfehlenswert, auf seine Konstitution Rücksicht zu nehmen, sich langsam ranzutasten und den Körper nicht zu überfordern. Wir empfehlen, z. B. bei Wanderurlaub erst einmal einen längeren Spaziergang oder eine Wanderung fast ohne Steigung zu machen und sich einzulaufen. Wer am zweiten Urlaubstag 800 Höhenmeter erwandert und sonst den Feierabend auf der Coach verbringt, kann damit rechnen, dass der Körper seine Grenzerfahrung durch Schmerzen kommuniziert.

Der Faulenzertyp sinkt zwei Wochen lang auf die Liege am Pool oder sitzt im Strandkorb – unterbrochen nur von Nahrungsaufnahme. Viel Sitzen oder Liegen und keine regelmäßige körperliche Bewegung ist nicht gut für den Muskel-Gelenk-Apparat. Die einseitige Haltung, die meist auch gekrümmt ist (man liest ein Buch oder schaut aufs Handy), kann ebenfalls zu Beschwerden führen wie Verspannungen, Rückenschmerzen etc. Wir empfehlen:

  • Nehmen Sie keine einseitigen Körperhaltungen über lange Zeit ein. Bewegen Sie sich regelmäßig und so lange, dass ein Ausgleich zur sitzenden ode rliegenden Position geschaffen wird. Einmal in 20m Abstand Eis holen, gilt nicht. Experten empfehlen, 6.000 Schritte pro Tag zu gehen, um eine gesundheitsfördernde Wirkung zu haben – das gilt auch im Urlaub.

Achten Sie auf Ihren Körper und Ihre Körperhaltungen, wenn Sie im Urlaub sind. Seien Sie präventiv und schaffen Sie sich Bedingungen, die Ihrem Körper gut tun. Wir vom Chiropraktor-Haus wünschen Ihnen einen wunderbaren Urlaub, das Wetter, das Sie sich wünschen, viel Freude bei Ihren Vorhaben und gute Erholung!

20.06.2019 Ι aus der Praxis