Das Ziel der Forscher um Signe Fuglkjær von der Süddänischen Universität war, herauszufinden, ob Kinder im Alter zwischen 9 und 15 Jahren Rückenschmerzen erlebten, nachdem sie Schmerzen in den unteren Extremitäten (Beine, Füße) hatten. Der Muskel-Skelett-Apparat der Kinder wurde durch wöchentliche SMS-Antworten der Eltern beobachtet, die anzeigten, ob das Kind Rückenschmerzen, Schmerzen in den unteren Extremitäten oder in den oberen Extremitäten in der Vorwoche hatte. Die Daten wurden unter Rückgriff auf Regressionsmodelle analysiert.

Die Beziehung zwischen einem Vorfall von Rückenschmerzen und Schmerzen in den unteren Extremitäten stiegen an mit fortschreitendem Beobachtungszeitraum und waren statistisch signifikant für 12 oder 20 Wochen. Die Forscher konnten feststellen, dass die Wahrscheinlichkeit für Rückenschmerzen bei Kindern mit regelmäßigen oder länger anhaltenden Schmerzen in den unteren Extremitäten anstieg. Der umgekehrte Zusammenhang wurde ebenfalls analysiert: Die Forscher stellten einen Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen und darauf folgenden Schmerzen in den unteren Extremitäten fest. Dieser Zusammenhang war jedoch weniger deutlich als derjenige zwischen Schmerzen in den unteren Extremitäten und Rückenschmerzen.

Was war das Ergebnis der Forscher? Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder Rückenschmerzen bekamen, nachdem sie Schmerzen in den unteren Extremitäten hatten, ist erhöht. Dies trifft gesteigert auf Kinder, die häufiger oder länger andauernde Schmerzen in den unteren Extremitäten haben, zu. Sowohl Rückenschmerzen als auch Schmerzen in den unteren Extremitäten beginnen früh im Leben und sind im Jugendalter schon verbreitet.

Quelle: Fuglkjaer, S/Vach, W/Hartvigsen,J/Wdderkopp, N/Junge, T/Hestbaek, L 2018: Does lower extremity pain precede spinal pain? A longitudinal study, in: European Journal of Pediatrics, 177:12, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30232592 (abgerufen am 5.12.2018)

11.12.2018 Ι aus der Forschung