Chiropraktische Behandlung von Rückenschmerzen

Das Chiropraktor-Haus Hamburg möchte Ihnen Informationen zu Rückenschmerzen aus Sicht der Chiropraktik geben.

Rückenschmerzen lassen sich in Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und Schmerzen im Brustrücken unterscheiden.

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Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule

  • können mit oder ohne Ausstrahlung in Po, Hüfte oder Leiste auftreten.
  • können mit Blockaden im ISG oder einem Beckenschiefstand einhergehen.
  • die ins Bein oder in den Fuß ziehen, können auf einen Bandscheibenvorfall hindeuten.

Schmerzen im Brustrücken

  • sind im Allgemeinen eher selten stark
  • können im Zusammenhang mit Rippenblockaden stark sein.
    • Rippenblockaden fühlen sich an wie ein Schraubstock.
    • Bei Rippenblockaden kann man nicht tief Luft holen.
    • Bei Rippenblockaden ist der Schmerz stechend.
    • Bei Rippenblockaden kann der Schmerz einseitig nach vorne strahlen.
    • Wenn eine Rippenblockade links ist, vermutet man zunächst Herzschmerzen. Wenn am Herzen nichts gefunden wird, liegt es in 80 % der Fälle an der Brustwirbelsäule.

Auslöser für Rückenschmerzen aus biomechanischer Sicht:

Schmerzen im Brustrücken oder im Bereich der Lendenwirbelsäule werden typischerweise durch einseitige Belastung verursacht. Schmerzen im Brustrücken oder in der Rippe werden häufig durch einseitige Bewegungen bei der Bürotätigkeit oder bei Handwerkern durch einen bevorzugten Arbeitsarm ausgelöst. Insbesondere eine leicht nach vorne gekrümmte Haltung oder eine Drehung des Oberkörpers, während man nach vorne gebeugt ist, kann zu Blockaden im Brustrücken oder in einer Rippe führen. Zugluft kann Blockaden sowohl im Brustrücken, in den Rippen wie auch im Bereich der Lendenwirbelsäule herbeiführen. Im Bereich der Lendenwirbelsäule ist typischerweise ein Gelenk bereits über längere Zeit blockiert. Der Körper hat sich damit arrangiert und eine Ausgleichsfunktion gebildet, in dem er andere Gelenke mehr belastet. Irgendwann ist diese Ausgleichsmöglichkeit erschöpft. Eine einzige „harmlose“ Bewegung wie das Bücken nach Schuhen oder das Hochheben von Duschgel kann zu einer plötzlichen Einschränkung der Beweglichkeit führen. Man hat einen Hexenschuss (bzw. Lumbalgie). Insgesamt werden Rückenschmerzen durch Bewegungsmangel bzw. einseitige Bewegung verursacht.

Wen treffen Rückenschmerzen?

Eigentlich alle. Fast jeder dritte Erwachsene hat oft oder sogar ständig Rückenschmerzen, so eine Studie der Techniker Krankenkasse von 2016 (vgl. Beweg Dich, Deutschland!). Weitere 30 % der Deutschen haben ab und zu Rückenschmerzen. Und wie sieht das bei uns in Hamburg aus? Laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes aus dem Jahr 2009 hatten in Nordwestdeutschland (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) 20,1 Prozent der Befragten in den 12 Monaten chronische Rückenschmerzen (vgl. GBE Bund 2009). So schlimme Rückenschmerzen, dass eine Krankenhausbehandlung erforderlich schien, hatten im Jahr 2014 in Hamburg knapp 13.500 Personen (vgl. GBE Bund 2016).

Kommt Ihnen einer der folgenden Punkte bekannt vor? Wir empfehlen die Vorstellung bei einem Chiropraktor. 

  • Sie haben unspezifische Rückenschmerzen

  • Sie hatten in den letzten 2-3 Monaten immer wieder gelegentlich Rückenschmerzen

  • Sie sind in Ihrer Bewegung eingeschränkt

  • Sie verändern oder vermeiden bestimmte Bewegungen

  • Sie möchten mittelfristig keine Schmerztabletten mehr nehmen

  • Sie möchten keine Spritzen bekommen oder haben bereits die Erfahrung gemacht, dass Spritzen bei Ihnen nichts nützen

  • Sie hatten einmal einen Bandscheibenvorfall

  • Sie möchten sich bei einem Experten für Rückenschmerzen vorstellen, der ein fünfjähriges Studium der Medizin mit Fachrichtung Chiropraktik absolviert hat (kein Chiropraktiker (keine geregelte Mindeststundenzahl der Ausbildung), kein Chirotherapeut (Arzt mit Fortbildung))

Rückenschmerzen – Forschungsartikel und Praxisbeiträge

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Schwangere haben oftmals Rückenschmerzen und insbesondere Schmerzen im unteren Rücken (Lendenwirbelsäule). Helfen Behandlungen durch einen Chiropraktor?

Dieser Frage ging eine Studie der Universität Zürich nach. Die Forschung zu Ergebnissen chiropraktischer Behandlung bei Schwangeren ist beschränkt. Die Studie der Universität Zürich setzte hier an und zielte darauf ab, Ergebnisse von Behandlungen durch Chiropraktoren von Schwangeren festzuhalten. An der Studie nahmen 115 Schwangere mit Rückenschmerzen im unteren Rücken oder Beckenschmerzen, die keine manuelle Therapie in den vorherigen drei Monaten in Anspruch genommen hatten, teil. Zu Beginn der Studie wurde der aktuelle Schmerzstatus anhand von Zahlen und des Oswestry Fragebogen erhoben. Der Oswestry Fragebogen liefert Informationen zum Schmerz- und Funktionsstatus sowie der Einschränkung durch Rückenschmerzen im Alltag. Die Forscher hielten die Dauer der Schmerzen bzw. Beschwerden, die Zahl der vorherigen Episoden von Rückenschmerzen im unteren Rücken, Rückenschmerzen im unteren Rücken während einer vorherigen Schwangerschaft und die Kategorie der Schmerzverortung fest. Nach einer Woche, nach einem Monat und nach drei Monaten nach der ersten Behandlung durch einen Chiropraktor wurde die Veränderung anhand der Selbsteinschätzung des Patienten (standardisierter Fragebogen patient’s global impression of change) sowie den zuvor genutzten Fragebogen gemessen. Nach sechs Monaten und nach einem Jahr wurden die Schwangeren erneut befragt. Antworten wie „besser“ oder „sehr viel besser“ wurden in die Kategorie „verbessert“ eingeordnet. Der Anteil der Patienten, deren Zustand sich verbessert hatte, wurde errechnet. Statistische Berechnungen wurden mit den ermittelten Daten durchgeführt.

Zu welchem Ergebnis kamen die Forscher? Der Zustand von 52% der 115 Studienteilnehmer verbesserte sich innerhalb einer Woche. 70% der Studienteilnehmer ging es nach einem Monat, 85% nach drei Monaten, 90% nach sechs Monaten und 88% nach einem Jahr besser. Die meisten Schwangeren, die Behandlungen durch einen Chiropraktor erhielten, berichteten von klinisch relevanten Verbesserungen zu jedem der getesteten Zeitpunkte.

Quelle: Peterson, Cynthia/Mühlemann, Daniel/Humphreys, Barry 2014: Outcomes of pregnant patients with low back pain undergoing chiropractic treatment: a prospective cohort study with short term, medium term and 1 year follow-up, in: Chiropractic & Manuel Therapies, 22:15, unter: http://chiromt.biomedcentral.com/articles/10.1186/2045-709X-22-15 (abgerufen am 16.01.2017).

16.01.2017 Ι Chiropraktor-Haus

12 chiropraktische Behandlungen innerhalb von sechs Wochen sind bei chronischen Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich optimal. Das hat die größte und gründlichste Studie mit Überwachung der willkürlichen Behandlungszahl ergeben. Es war das erste Forschungsprojekt, das die durchschnittliche optimale Behandlungszahl bei chronischen Rückenschmerzen wissenschaftlich untersuchte. 400 willkürlich ausgewählte Erwachsene mit unspezifischen Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich wurden vier Jahre lang begleitet. Alle Studienteilnehmer wurden 18 Mal in sechs Wochen beim Chiropraktor vorstellig (z. B. drei Mal pro Woche). Um die optimale Behandlungszahl festzustellen, wurden die Teilnehmer zufällig Gruppen zugewiesen, die entweder 0, 6, 12, oder 18 Behandlungen durch einen Chiropraktor erhielten. Bei Terminen, bei denen Teilnehmer keine chiropraktische Behandlung erhielten, bekamen sie eine leichte Massage. Die Effekte der Behandlungen im Hinblick auf selbst eingeschätzte Schmerzintensität und Bewegungseinschränkung wurden nach sechs, 12, 18, 24, 39 und 52 Wochen ausgewertet. Die Teilnehmer waren der Studie treu und es gab in 95 Prozent der Fälle weitere Daten zu späteren Zeitpunkten. Alle vier Gruppen verzeichneten eine signifikante Reduzierung der Schmerzintensität und der Bewegungseinschränkung innerhalb sechs Wochen. Die größte Reduzierung der Schmerzintensität und der Bewegungseinschränkung wurde nach 12 Wochen bei der Gruppe festgestellt, die 12 chiropraktische Behandlungen erhalten hatte. Diese Verbesserung waren 52 Wochen danach noch signifikant, wenn auch bescheiden. Die Forscher schlossen aus den Studienergebnissen, dass mit Blick auf chronische Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich 12 Behandlungen durch einen Chiropraktor die optimale Behandlungszahl darstellt.

Quelle: Haas, M./Vavrek D./Peterson D. et al. 2013: Dose-response and efficacy of spinal manipulation for care of chronic low back pain: a randomized controlled trial, Spine Journal: Okt. 2013,https://nccih.nih.gov/research/results/spotlight/111413?nav=chat (abgerufen am 09.05.2016).

09.05.2016 Ι Chiropraktor-Haus

Ziel der Studie der Forschergruppe um Haiou Yang war, das Auftreten von Rückenschmerzen einzuschätzen und Zusammenhänge zwischen Rückenschmerzen und Risikofaktoren, die mit dem Arbeitsleben verbunden sind, zu untersuchen. Darüber hinaus sollten Arbeitnehmergruppen, die ein erhöhtes Risiko für Rückenschmerzen haben, identifiziert werden. Basis der Studie war das National Health Interview Survey aus den USA aus dem Jahr 2010. Dieses sammelte Daten über Gesundheitsbedingungen und Risikofaktoren in der Bevölkerung der USA. Die untersuchten psychologischen Risikofaktoren, die mit dem Arbeitsleben verbunden sind, waren Arbeit-Familie-Ungleichgewicht, eine feindliche Arbeitsatmosphäre, Arbeitsplatzunsicherheit. Weitere Arbeitsfaktoren wie Arbeitszeit, Art der Beschäftigung, wechselnde Schichtarbeit oder ungewöhnliche Arbeitsverträge (unabhängige Berater, Arbeit auf Abruf etc.) wurden ebenfalls berücksichtigt. Was waren die Ergebnisse der Studie? Das Vorkommen von Rückenschmerzen in den letzten drei Monaten lag bei 25,7%. Weibliche oder ältere Arbeitnehmer hatten ein erhöhtes Risiko für Rückenschmerzen. Die Forscher fanden signifikante Zusammenhänge zwischen Rückenschmerzen und Faktoren des Arbeitslebens wie Arbeit-Familie-Ungleichgewicht (32,5% hatten Rückenschmerzen), feindliche Arbeitsatmosphäre (35,7%) und Arbeitsplatzunsicherheit (30,2%). Weibliche Arbeitnehmer, die einer feindlichen Arbeitsatmosphäre ausgesetzt waren, hatten das höchste Vorkommen von Rückenschmerzen (37,9%). Bei älteren Arbeitnehmern, die unübliche Verträge hatten, waren Rückenschmerzen wahrscheinlicher. Frauen, die 41 bis 45 Stunden pro Woche arbeiteten und jüngere Arbeitnehmer, die mehr als 60 Stunden pro Wochen arbeiteten, hatten ein erhöhtes Risiko für Rückenschmerzen. Arbeitnehmer aus bestimmten Beschäftigungsgruppen wie männliche Ärzte, weibliche und junge Angehörige der Gesundheitsberufe, weibliche Arbeitnehmer aus der Land- und Forstwirtschaft hatten ein erhöhtes Risiko für Rückenschmerzen.

 

Quelle: Yang, Haiou / Haldeman, Scott / Lu, Ming-Lun / Baker, Dean 2016: Low Back Pain Prevalence and Related Workplace Psychosocial Risk Factors: A Study Using Data From the 2010 National Health Interview Survey, in: Journal of Manipulative and Physiological Therapeutics, 39: 7, 459-472, unter: http://www.jmptonline.org/article/S0161-4754(16)30134-8/fulltext (abgerufen am 26.09.2016).

10.11.2016 Ι Chiropraktor-Haus

Eine Depression führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Rückenschmerzen, wie eine Studie nachweisen konnte.

Eine Forschergruppe um Markus Hübscher hat den Zusammenhang zwischen Depression und Rückenschmerzen, genauer gesagt Schmerzen im Lendenwirbelbereich, untersucht. Dabei sollte auch die körperliche Verfassung berücksichtigt werden. In der Studie wurden 2446 Zwillinge über 70 Jahre untersucht. Die Daten zu Symptomen von Depression und selbst eingeschätzter körperlicher Verfassung basieren auf einer Langzeitstudie mit dänischen Zwillingen. Zu Beginn der Studie wurde die Depressionssymptomatik gemessen. Dann wurde der Zusammenhang zwischen Symptomen einer Depression und Schmerzen im Lendenwirbelbereich zwei Jahre später mit Hilfe einer Regressionsanalyse untersucht. Um den abmildernden Einfluss der körperlichen Verfassung zu untersuchen, wurde die Interaktion der körperlichen Verfassung mit Depression getestet. Was war das Ergebnis der Studie? Hohe Depressionswerte waren verbunden mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Schmerzen im Lendenwirbelbereich (Rückenschmerzen). Es gab keinen statistisch relevanten Zusammenhang zwischen schwacher bzw. untrainierter körperlicher Verfassung und Depression sowie zwischen starker körperlicher Verfassung und Depression. Die Forscher kamen zu folgendem Schluss: Hohe Depressionswerte sagten Schmerzen im Lendenwirbelbereich voraus. Dieser Effekt ist anscheinend unabhängig von genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen. Physische Aktivität (z. B. Sport) milderte den Effekt von Depression auf Schmerzen im Lendenwirbelbereich nicht.

Quelle: Hübscher, Markus/Hartvigsen, Jan/ Fernandez, Matthew/ Christensen, Kaare/ Ferreira, Paulo 2016: Does physical activity moderate the relationship between depression symptomatology and low back pain?: Cohort and co-twin control analyses nested in the longitudinal study of aging Danish twins (LSADT), in: European Spine Journal, vol 25, nr. 4, 1226-33, unter: http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00586-015-4138-0 (abgerufen am 18.10.2016) .

18.10.2016 Ι Chiropraktor-Haus

Kann man an Rückenschmerzen sterben? Gibt es die Todesursache Muskel-Skelett-Probleme? Nach einem Bericht des National Australian Institute of Health and Welfare gehen 4,7% aller Todesfälle in Australien im Jahr 2013 (6.963 Personen) auf Krankheiten von Gelenken und Muskeln zurück. 20161007-skelett-mit-logo_1500pxDie Ergebnisse der Studie zeigen, dass wir von dem Glauben Abstand nehmen sollten, dass Muskel-Skelett-Krankheiten zwar unangenehm sind, aber zum Glück nicht tödlich. Jan Hartvigsen, Forschungsleiter am Institut für Sportwissenschaften und Klinische Biomechanik an der Süddänischen Universität, zeigte sich von den Studienergebnissen wenig überrascht: „Es gibt solide Beweise dafür, dass Menschen mit Muskel-Skelett-Krankheiten sowohl physische als auch psychische Probleme haben. Wir forschen derzeit am Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen, anderen Krankheiten und Sterblichkeit. In dem Projekt werden wir mit australischen Forschern zusammenarbeiten“. Er erläutert dies am Beispiel von Arthrose. Arthrose selbst sei keine tödliche Krankheit in dem Sinne, dass man von einem auf den anderen Tag tot umfalle. Es seien die Komplikationen, die die Sterblichkeit bei Menschen, die an Arthrose leiden, erhöhten. Ein aktives Leben mit viel Bewegung und sozialen Kontakten helfe. Das Problem sei, dass viele Menschen mit Schmerzen sich nicht viel bewegen (können) und häufig depressiv und sozial isoliert seien, so Hartvigsen.

Zur Information: In Deutschland gingen 2014 3317 Todesfälle auf Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes zurück. Das sind 0,38% der Todesfälle (eigene Berechnungen auf Basis von Destatis 2016).

Quelle: Ondt i ryggen er ikke noget, man dør af. Eller er det?, in: Kirporaktorguide, unter: http://dgcommunications.createsend.com/t/ViewEmailArchive/r/F405617399437FE22540EF23F30FEDED/C67FD2F38AC4859C/ (abgerufen am 14.9.2016).

Destatis 2016: Gestorbene nach Todesursachen, https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Todesursachen/Tabellen/GestorbeneAnzahl.html (abgerufen am 14.9.2016).

07.10.2016 Ι Chiropraktor-Haus

Matratzen können Auswirkungen auf die Gesundheit Ihres Muskel-Skelett-Apparates haben. Sind Ihre Matratze und Ihr Rücken Freunde?

Fast ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Daher sollte die Matratze für unseren Körper und hier insbesondere für unseren Rücken geeignet sein. Laut einer Studie der Britischen Chiropraktoren Gesellschaft denken 41 % der Frauen und 36 % der Männer, dass ihre Rückenschmerzen von schlechtem Schlaf kommen (vgl. BCA 2013). Schmerzen können mit der Festigkeit, der Größe oder der Stütze für den Rücken der Matratze in Zusammenhang gebracht werden. Wenn Sie schon einmal mit einem steifen Hals oder mit einem steifen Rücken aufgewacht sind, sollten Sie über die Qualität Ihrer Matratze nachdenken. Ihre Matratze kann eine wichtige Rolle für die Gesundheit Ihres Muskel-Skelett-Apparates spielen.

Wenn Sie morgens mehrfach mit einem steifen Rücken aufgewacht sind, sollten Sie über eine neue Matratze nachdenken. Wir geben ein paar Tipps, auf was Sie achten können:

  • Wählen Sie eine Matratze, die den ganzen Körper stützt und eine gute Haltung fördert.
  • Ihre Wirbelsäule sollte parallel zur Matratze liegen und in keinem Bereich einsacken, weil das Bett zu weich ist, oder sich biegen, weil das Bett zu hart ist. Wenn Sie einsacken, dann über die gesamte Länge des Körpers.
  • Die Matratze sollte 15 cm länger sein als die größte Person, die auf ihr schlafen möchte.
  • Die Matratze sollte so breit sein, dass jede Person die Ellbogen hinter dem Kopf verschränken kann, ohne den anderen zu berühren.
  • Wenn Sie sich nachts oft drehen, sollten Sie eine breitere Matratze wählen.
  • Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Matratzenwahl und liegen Sie Probe.

„Mein Tipp: Wählen Sie Ihre Matratze aus einem Material, das Druck weg nimmt, das Ihr Körpergewicht gleichmäßig verteilt und das sich Ihrem Körper anpasst“, sagt Chiropraktor Alexander Meier.

Ein guter Schlaf ist wichtig für Ihre Gesundheit und auch für die Gesundheit Ihres Muskel-Skelett-Systems. Ihre Matratze sollte eine gute Ausgangsposition dafür sein, dass Ihr Körper ungestresst in den Tag starten kann. Achten Sie auf Ihre Matratze – Ihr Rücken wird es Ihnen danken.

Quelle: BCA 2013: http://www.chiropractic-uk.co.uk/gfx/uploads/member%20area/New%20posture%20sheets/Mind%20your%20posture%20-%20buying%20a%20bed%20-%20sleep.pdf (abgerufen am 06.09.2016).

08.09.2016 I Chiropraktor-Haus

Übergewicht ist mit hoher Tendenz zu Rückenschmerzen und weiteren Schmerzen im Muskel-Skelett-Apparat verbunden. Das hat eine Forschergruppe um Luisa Chou nun nachgewiesen.

Knapp ein Viertel aller Erwachsenen in Deutschland zwischen 18 und 79 Jahren leidet an Adipositas (Fettleibigkeit). Das geht aus dem Weißbuch Adipositas hervor, das Wissenschaftler des IGES Institut im Juni 2016 vorgelegt haben (vgl. IGES 2016). Als Fettleibigkeit (Adipositas) wird ein Anteil des Körperfetts, der das normale Maß übersteigt (Body-Maß-Index von über 30), bezeichnet. Fettleibig sind Frauen und Männer in Deutschland gleichermaßen mit jeweils ca. 23 %, so das IGES Institut. Von Adipositas betroffene Menschen leiden häufig an Begleit- und Folgeerkrankungen, die durch das hohe Körpergewicht verursacht werden (u. a. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) (vgl. IGES 2016). Zu den Begleit- und Folgeerkrankungen der Fettleibigkeit zählen auch Rückenschmerzen (vgl. Chou et al. 2016). Die Forschergruppe um Luisa Chou hat in diesem Frühjahr die erste Studie vorgelegt, die den Zusammenhang zwischen Übergewicht und Rückenschmerzen in einer Studie mit hoher Fallzahl gemessen hat. Das Ergebnis: Ein hoher Body-Maß-Index ist mit hoher Tendenz zu Rückenschmerzen verbunden. Übergewicht kann biomechanische oder entzündliche Folgen für die Wirbelsäule haben. In der Krankheitsentstehung von Muskel-Skelett-Problemen kommt dem Fett eine eigene Rolle zu. Die Fettverteilung kann einen Einfluss auf biomechanische Faktoren haben, die die Wirbelsäule belasten und einen höheren Druck auf die Lendenwirbelsäule ausüben. Zudem wurde Fettmasse nicht nur mit Rückenschmerzen, sondern auch mit verschiedenen weiteren Schmerzen im Muskel-Skelett-Apparat in Verbindung gebracht (z. B. Fußschmerzen, Knieschmerzen, Hüftschmerzen). Die Studie der Forschergruppe um Luisa Chou konnte nachweisen, dass ein hoher Body-Maß-Index mit hohen Raten von Rückenschmerzen und Arbeitsunfähigkeit einhergeht. Die Beziehung zwischen Übergewicht und Rückenschmerzen ist sogar noch stärker, wenn emotionale Belastungen vorliegen, so die Forscher.

Quelle:

IGES 2016: Überblick: Fakten aus dem „Weißbuch Adipositas – Versorgungssituation in Deutschland“, http://www.iges.com/e6666/e13520/e14611/e14613/e14614/attr_objs14641/IGES_Institut_Factsheet_WB_Adipositas_20062016_ger.pdf (abgerufen am 21.06.2016).

Chou, Luisa/Brady, Sharmayne/Urquhart, Donna et al. 2016: The Association Between Obesity and Low Back Pain and Disability Is Affected by Mood Disorders. A Population-Based, Cross-Sectional Study of Men, in: Medicine (Baltimore), 95(15), http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4839843/ (abgerufen am 21.06.2016).

22.06.2016 Ι Chiropraktor-Haus