Babykoliken bzw. Dreimonatskoliken 2017-11-15T09:59:31+00:00

Chiropraktische Behandlung von Babykoliken bzw. Dreimonatskoliken

Babykoliken ist kein Anzeichen einer Krankheit (Symptom), sondern eine Bezeichnung dafür, dass das Baby mehr als drei Stunden pro Tag schreit und mindestens an drei Tagen in der Woche.

Die Diagnose „Babykoliken“ wird nur bei Kindern, die unter drei Monate alt sind, vorgenommen. Daher wird auch von „Dreimonatskoliken“ gesprochen.

Die ersten Symptome treten häufig im Alter von ein bis vier Wochen auf.

Wie viele Kinder sind von Babykoliken betroffen?

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Chiropraktor Alexander Meier vom Chiropraktor-Haus in Hamburg untersucht die Drehbeweglichkeit des Kopfes eines sechs Wochen alten Säuglings

10% aller Kinder haben Koliken. Von allen Kindern mit Koliken sind nur 40% nach drei Monaten und ohne Behandlung symptomfrei. 12%  aller Kinder haben auch nach sechs Monaten noch Koliken. Einige Kinder haben sogar noch nach Vollendung des ersten Lebensjahrs Koliken.

Kinder, die Babykoliken hatten, haben häufiger als andere Kinder Verhaltensprobleme und Schlafprobleme bis ins Schulalter.

Ursachen für Koliken

Es kann viele Ursachen für Babykoliken bzw. Dreimonatskoliken geben. Neue Forschungsstudien sehen einen Zusammenhang zwischen Koliken und einem der folgenden Faktoren:

  • Überempfindlichkeit auf Milchprotein (1% aller Babys) oder
  • Störungen im Bewegungsapparat oder
  • eine dysfunktionelle Familie.

Oftmals liegt die Ursache für das vermehrte Schreien an Gelenkblockaden in der Wirbelsäule und/oder an Gelenkblockaden im Beckengelenk.

Theorien legen nahe, dass Babykoliken etwas mit der Geburtsmethode zu tun haben. Gelenkblockaden bei Babys entstehen häufig durch die Geburt. Bei einer normalen Geburt lasten 20 kg auf dem Kopf des Babys, bei einer Geburt durch Kaiserschnitt, Saugglocke oder Zange lasten bis zu 40 kg auf dem Kopf des Kindes (hier finden Sie weitere Informationen dazu). In Deutschland wird nach einer schwierigen Geburt nur selten dazu geraten, das Baby auf Gelenkblockaden untersuchen zu lassen. Viele Ärzte und Hebammen erkennen Gelenkblockaden nicht, da sie nicht dafür ausgebildet sind.

Hat das Baby Magenschmerzen?

Es kann sein, dass das Baby mit der Verdauung zu kämpfen hat. Gelenkblockaden in der Wirbelsäule und Gelenkblockaden im Beckengelenk können das Verdauungssystem beeinflussen. Einer der Nerven, die an der Halswirbelsäule verlaufen – der Vagusnerv – versorgt einen Großteil des Magen-Darm-Traktes. Ist dieser Nerv gestört, hat dies negative Auswirkungen auf die Verdauung.

Früher glaubte man, dass Babys wegen Magenschmerzen schreien und die Ursache dafür im Magen selbst liegt. Tatsächlich hat die Diagnose „Baybkolik“ bzw. „Dreimonatskolik“ nichts mit dem Magen als verursachendes Organ für das vermehrte Schreien zu tun, wenn eine Überempfindlichkeit auf Milchprotein ausgeschlossen wurde. Eines von 100 Babys hat eine Kuhmilchallergie. Liegt keine Kuhmilchallergie vor, konnte die Forschung den Magen nicht als das verursachende Organ ausmachen.

Heute konzentriert man sich auf den Muskel-Skelett-Apparat als Ursache für die Babykoliken bzw. Dreimonatskoliken.

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Chiropraktor Alexander Meier untersucht die Wirbelsäule eines 6 Wochen alten Babys

Babykoliken und Auswirkungen

Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Babykoliken und Schlafstörungen sowie ADHS. Dreimonatskoliken können zu Gewalt gegen Kinder führen, insbesondere durch Schütteln des Babys.

Wenn Ihr Baby die Diagnose Babykolik oder Dreimonatskolik erhalten hat und eines der folgenden Symptome aufweist, ist eine Vorstellung bei einem Chiropraktor empfehlenswert:

 

  • mein Baby hat eine Lieblingsseite, zu der es gerne schaut.

  • mein Baby mag es nicht, auf dem Bauch zu liegen.

  • mein Baby mag es nicht, auf dem Rücken zu liegen.

  • mein Baby lässt sich nicht gut stillen.

  • mein Baby bevorzugt beim Stillen eine Brust.

  • mein Baby hat einen platten bzw. unregelmäßig geformten Kopf

  • mein Baby hat eine eingeschränkte Drehbarkeit des Kopfes

Wir vom Chiropraktor-Haus haben umfangreiche Erfahrung mit Behandlungen von Babys und können durch eine Untersuchung leicht feststellen, ob Ihr Baby Gelenkblockaden im Rücken oder im Becken hat. Wenn wir Gelenkblockaden finden, können diese sanft gelöst werden.

Warum sollte ich mit der Diagnose Babykolik bzw. Dreimonatskolik zu einem Chiropraktor gehen?

Ein Chiropraktor hat eine fünfjähriges Universitätsstudium der Medizin mit Fachrichtung Chiropraktik an einer akkreditierten Universität im Ausland abgeschlossen. Er ist im Gegensatz zu Chiropraktikern oder Osteopathen durch seinen langjährigen universitären Ausbildungsweg im Bereich der Chiropraktik inklusive Praktischem Jahr bestens darauf vorbereitet, Behandlungen bei Säuglingen vorzunehmen (Information: Unterschied zwischen Chiropraktor-Chiropraktiker-Osteopath). In anderen Ländern, in denen Chiropraktik ins Gesundheitssystem integriert ist, wie z. B. in Dänemark, arbeiten Chiropraktoren auch in Krankenhäusern und hier auf gynäkologischen Abteilungen.

ACHTUNG: Chiropraktor ist in Deutschland (im Gegensatz zu anderen Ländern) keine rechtlich geschützte Berufsbezeichnung. Auch Behandler ohne 5-jähriges Universitätsstudium der Chiropraktik können sich in Deutschland als Chiropraktor bezeichnen. Chiropraktoren mit 5-jährigem akkreditiertem Universitätsstudium finden Sie über den Berufsverband, die Deutsche Chiropraktoren Gesellschaft.

Forschungsprojekt zu Babykoliken bzw. Dreimonatskoliken

Zu Babykoliken bzw. Dreimonatskoliken wird derzeit ein Forschungsprojekt am Nordischen Institut für Chiropraktik und Klinischer Biomechanik (NIKKB), Dänemark, durchgeführt. Das Forschungsprojekt wird mit 200 Säuglingen im Alter zwischen 2 Wochen und 12 Wochen durchgeführt. Hintergrund ist, dass viele Chiropraktoren und Eltern erleben, dass Chiropraktik bei Babykoliken wirkungsvoll ist, es gleichwohl keine gesicherten wissenschaftlichen Erklärungen über den genauen Wirkmechanismus gibt. Die Studie ist so angelegt, dass die Eltern nicht wissen, ob ihr Kind von einem Chiropraktor behandelt wird oder in der Placebogruppe ist.