Neuigkeiten aus dem Chiropraktor-Haus Hamburg2016-12-21T10:11:39+02:00

Neuigkeiten aus dem Chiropraktor-Haus Hamburg

Frohe Ostern – Tipps für Ihren Muskel-Gelenk-Apparat

Ostern naht. Schokoladen-Ostereier gibt es schon länger in den Geschäften. Nun kommt der Endspurt mit Dekorieren, Eier färben, Osterfeuer, Eier verstecken und suchen, Vorbereitungen zum Osterbrunch etc. Das Chiropraktor-Haus hat ein paar Tipps für Sie, damit Ostern auch für Ihren Muskel-Gelenk-Apparat eine freudige Angelegenheit wird.

  • Wenn Sie Eier färben und handbemalen, achten Sie auf Ihre Körperhaltung. Fallen Sie nicht in sich zusammen mit rundem Rücken und hängenden Schultern, während Ihr Kopf wie bei einer Schildkröte ausgestreckt wird und näher an das Ei heranrückt. Wenn Sie Eier handbemalen, setzen Sie sich am Besten mit geradem Rücken hin, stützen die Ellenbogen ab und nehmen das zu bemalende Ei auf Augenhöhe.
  • Wenn Sie die Marmoriertechnik anwenden und die Farbe dazu in einem großen Eimer mit Wasser hineintropfen, achten Sie bitte auf Ihre Körperhaltung insbesondere beim Anheben, Befüllen, Ausgießen und Herumtragen des Eimers. Heben Sie den Eimer mit geradem Rücken an und vermeiden Sie, anzuheben und gleichzeitig zu drehen.
  • An Karsamstag werden wieder viele Osterfeuer angezündet. Da die traditionelle Wintervertreibung abends und damit im Kühlen stattfindet, sollten Sie auf Ihre Kleidung achten. Kälte und Wind sind krankmachende Faktoren. Sie führen zu Muskelverspannungen und Gelenkblockaden. Besonders anfällig ist unser Nacken-Schulter-Bereich. Achten Sie daher auf einen gut sitzenden Schal.
  • Wenn Sie am Ostersonntag Ostereier verstecken und suchen, achten Sie bitte darauf, dass Sie für „Ihr Alter“ angemessene Bewegungen machen und Körperhaltungen einnehmen. So mancher enthusiastischer Erwachsener kam nicht mehr so galant hoch, nachdem er mit den Kindern unter Büschen oder unter dem Sofa nach Nestern gesucht hatte. Da war neben dem Osterhasen auch noch die Hexe gekommen und hatte geschossen. Ein Hexenschuss ist medizinisch eine akute Gelenkblockade im Lendenwirbelbereich (unterer Rücken).
  • Bei einem Treffen z. B. zum Osterbrunch mit Freunden oder Familie sitzen wir meist viel und essen viel. Achten Sie darauf, dass Sie sich zu Ihrem Gesprächspartner hinwenden und zwar mit Ihrem Rumpf. Nasenspitze und Bauchnabel sollten möglichst auf einer Achse sein. Viele von uns sitzen „verdreht“ auf ihrem Stuhl. Wenn dies für längere Zeit oder mehrere Stunden so ist, steigt die Wahrscheinlichkeit für Muskelverspannungen und Gelenkblockaden.
  • Bleiben Sie auch bei längeren Treffen mit Freunden oder Familie in Bewegung. Stehen Sie regelmäßig auf und gehen Sie umher. Vielleicht können Sie ja Ihre Freunde oder Familie für einen Osterspaziergang begeistern?

Achten Sie an Ostern auf Ihre Köperhaltungen und beugen Sie vor – Ihr Muskel-Gelenk-Apparat wird es Ihnen danken.

Das Team vom Chiropraktor-Haus wünscht Ihnen frohe Ostern!

15.04.2019 Ι aus der Praxis

Übergewicht birgt Risiko für Muskel-Gelenk-Krankheiten

53% der Erwachsenen Deutschlands sind übergewichtig und 16% sind sogar stark übergewichtig (adipös) (vgl. Statistisches Bundesamt 2019). Grundlage für die Berechnung von Übergewicht ist der Body-Maß-Index. Der Body-Maß-Index wird berechnet indem das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird (Gewicht/ (Körpergröße)²). Als übergewichtig gelten Personen mit einem Body-Maß-Index, der den Wert 25 überschreitet. Nach dieser Methode ergab der Mikrozensus 2017 Übergewicht bei mehr als der Hälfte der Personen ab 18 Jahren in Deutschland. Bei einem Body-Maß-Index von über 30 spricht man von starkem Übergewicht (Adipositas (Fettleibigkeit)). Mehr Männer als Frauen sind übrigens übergewichtig: 62% der erwachsenen Männer sind übergewichtig und 43% der Frauen (vgl. Statistisches Bundesamt 2018).

Übergewicht beeinflusst den allgemeinen Gesundheitszustand des Individuums negativ. Auch für die Gesundheit des Muskel-Gelenk-Apparats ist Übergewicht ein nicht-förderlicher Faktor. Übergewicht belastet insbesondere Knie und Hüften und erhöht das Risiko für Kniearthrose und Hüftarthrose. Bei vorhandener Arthrose beschleunigt Übergewicht das Fortschreiten der Arthrose, indem schädliche Effekte auf die Knochen durch sowohl biomechanische Veränderungen und entzündungsbedingte Veränderungen ausgeübt werden (vgl. Springer 2017). Arthrose ist Gelenkverschleiß. Bei Arthrose hat die Knorpelschicht, die die Knochen umgibt, abgenommen oder ist aufgeraut. Das ist der Grund, warum sich ein von Arthrose betroffenes Gelenk nicht mehr gut bewegt. [Anmerkung: Ein Gelenk besteht aus zwei Knochen, die zueinander zeigen und deren Enden von einer Knorpelschicht umgeben ist. Zwischen den Knochen befindet sich die Gelenkflüssigkeit (die Schmiere)].

Übergewichtige Personen haben eine eingeschränkte Beweglichkeit. Studien haben ergeben, dass Personen mit Adipositas oder mit früherer Adipositas eine geringere Reichweite bei der Gelenkbewegung haben als Normal-Gewichtige (vgl. Jeong et al. 2018). Dies trifft auf Ellenbogenbeugung, Supination (Drehung der Handfläche nach oben), Hüftdehnung und Hüftbeugung, Kniebeugung und Sprunggelenkplantarbeugung (Fußspitze nach unten) zu.

Übergewichtige Personen bewegen sich meist zu wenig. Unser Körper ist jedoch für Bewegung gemacht und zu wenig Bewegung hat negative Folgen für die Gesundheit und auch für den Muskel-Gelenk-Apparat. Zu wenig Bewegung geht oft einer mit bzw. bewirkt ein erhöhtes Risiko für Gelenkblockaden und Muskelverspannungen.

Übergewicht hat negative Folgen für Ihren Muskel-Gelenk-Apparat und Ihren allgemeinen Gesundheitszustand. Beugen Sie Übergewicht vor oder reduzieren Sie bei Übergewicht Ihr Körpergewicht nachhaltig – Ihr Muskel-Gelenk-Apparat wird es Ihnen danken.

Quelle:

Jeong, Y/Heo, S/Lee, G/Park, W 2018: Pre-obesity and obesity impacts on passive joint range of motion, in: Ergonomics, 61: 9, unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29775425 (abgerufen am 03.04.2019).

Springer, BD/Carter, JT/McLawhorn, AS/Scharf, K/Roslin, M/Kallies KJ/Morton, JM/Kothari SN 2017: Obesity and the role of bariatric surgery in the surgical management of osteoarthritis of the hip and knee: a review of the literature, in: Surgery for obesity and related diseases 13:1, unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27865814 (abgerufen am 03.04.2019).

Statistisches Bundesamt 2018: Pressemitteilung Nr. 416 vom 30. Oktober 2018, unter: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2018/10/PD18_416_12212.html;jsessionid=4D668FC9CEAAD8FFCD18AD4255DA933E.internet711 (abgerufen am 03.04.2019:

Statistisches Bundesamt 2019: Pressemitteilung Nr. 14 vom 2. April 2019, unter: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2019/PD19_14_p002.html (abgerufen am 03.04.2019).

04.04.2019 Ι aus der Praxis

Terminarten und Zeitfenster bei Chiropraktoren in Dänemark

Im Gegensatz zur Situation in Deutschland ist Chiropraktik in Dänemark ins Gesundheitssystem integriert. Chiropraktoren haben dort eine Krankenkassenzulassung, Röntgenrecht und Überweisungsbefugnis. Alle zwei Jahre wird eine Vollerhebung unter den Chiropraktoren in Dänemark durchgeführt und die Chiropraktoren werden zu den Rahmenbedingungen ihrer Tätigkeit befragt (Praxisgrunddaten, Behandlungskapazität, Sonstige Angebote, Personal, Abrechnung, Bilddiagnostik, Patientenakten, Altersgruppen, Ausbildungsland, Beschäftigungssparte, Arbeitszeit, Weiterbildung, Arbeit im Primärsektor). Die Datenerhebung fand von Mai bis Juni 2018 statt. 255 Praxen und 611 Chiropraktoren wurden befragt. Die Studie basiert auf einer Rücklaufquote von 60% der Chiropraktoren (366/611) und von 71% der Praxen (182/255).

Wie sieht die Arbeit als Chiropraktor im Primärsektor in Dänemark aus? Als Primärsektor werden die Praxen bezeichnet. Der Sekundärsektor umfasst die Chiropraktoren, die in öffentlichen Krankenhäusern angestellt sind.

Knapp die Hälfte der Chiropraktoren (48%) arbeitet wöchentlich 30-37 Stunden in der Praxis. Sie nutzten durchschnittlich 29 Stunden für die Behandlung von Patienten, 3,8 Stunden für administrative Arbeiten und 2 Stunden für Kommunikation mit anderen Akteuren des Gesundheitssystems. 16% arbeiten mehr als 37 Stunden, 25% arbeiten weniger als 29 Wochenstunden in einer Praxis.

Die Terminarten und Inhalte der verschiedenen Terminarten werden in Dänemark durch ein Übereinkommen zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Berufsverband, der Dänischen Chiropraktoren Gesellschaft, festgelegt. Da Chiropraktor-Leistungen in Dänemark zu Lasten der Staatlichen Dänischen Krankenkasse gehen, sind die Kriterien für die verschiedenen Terminarten und Terminunterarten genau definiert. In einem Tarifvertrag wird die Gebührenordnung, also die Höhe der Vergütung für die im Übereinkommen definierten Terminarten, zweimal jährlich festgelegt.

In Dänemark wird hinsichtlich der Terminarten unterschieden nach Ersttermin (mit drei verschiedenen Unterarten) und Folgetermin (mit drei verschiedenen Unterarten) sowie nach Paketverlauf (für lumbaler Dikusprolaps, Cervikaler Diskusprolaps, Spinalkanalstenose). Paketverläufe sind vom Gesundheitsministerium vorgegebene Behandlungspakete für bestimmte Krankheiten, bei denen in definierten zeitlichen Abständen „Meilenstein“ -chiropraktische Behandlungen erfolgen müssen.

Wie sehen die Zeitfenster pro Terminart und Patient in Dänemark in Chiropraktor-Praxen aus? Für einen neuen Patienten (Ersttermin) werden durchschnittlich 40 min aufgewendet. 31% der Chiropraktoren planen ein Zeitfenster von 26 min bis 35 min ein. 55 % der Chiropraktoren haben ein Zeitfenster für einen Ersttermin von 36 min bis 45 min. [Wir vom Chiropraktor-Haus haben 45 min pro Ersttermin.]

Quelle: KiroFakta 2018: 13.

Für einen bekannten Patienten, der sich mit einem neuen Problem vorstellt, oder der zuletzt vor mehr als einem Jahr vorstellig wurde, werden durchschnittlich 26 min aufgewendet. Circa 38% der Chiropraktoren nutzen für ein Neues-Problem-Termin ein Zeitfenster von 16-25min und circa 45% der Chiropraktoren wenden 26-35 min auf.

Quelle: KiroFakat 2018: 13.

Für Folgebehandlungen werden durchschnittlich 13 min aufgewendet. Circa 45% wenden zwischen 7,5 und 12,5min auf und ebenso viele wenden zwischen 12,5 und 17,5 min pro Folgetermin auf. Bei den Folgeterminen unterscheidet der Tarifvertrag in Dänemark zwischen begrenztem Folgetermin, gewöhnlichem Folgetermin und erweitertem Folgetermin. Dies wird in der Grafik nicht abgebildet bzw. berücksichtigt.

Quelle: KiroFakta2018: 14.

Quelle:

KiroFakta 2018: https://nikkb.dk/images/KiroFAKTA-2018-version4.0docx.pdf (abgerufen am 28.03.2019)

28.03.2019 Ι aus der Praxis

Können Gelenke durch das Knacken in der Chiropraktik ausleiern? Wie entsteht das Knackgeräusch?

Immer wieder fragen Patienten – auch Patienten, die schon länger in chiropraktischer Behandlung sind, – ob das Knacken gefährlich ist oder Gelenke durch das Knacken ausleiern können.

Wie entsteht das Knackgeräusch? Bei einer chiropraktischen Manipulation [Anmerkung: lateinisch: manus = Hand, manibus= mit den Händen, daher Manipulation] des blockierten Gelenks (Justierung) wird das Gelenk durch einen schnellen gezielten Impuls auseinander bewegt, um die optimale Gelenkbeweglichkeit wiederherzustellen. Was ist ein Gelenk? Ein Gelenk ist eine bewegliche Verbindung (Scharnier) zwischen zwei Knochen und wird von der Gelenkkapsel und den Bändern zusammengehalten. Die Knochen, die sich treffen, sind mit einer dünnen Knorpelschicht überzogen, damit sie nicht aneinander reiben. Zwischen den Knorpeln befindet sich mit der Gelenkflüssigkeit noch „Schmiere“, damit das Gleiten der Gelenkbewegung gut funktioniert. Um das Gelenk herum befindet sich die Gelenkkapsel (sonst würde sich ja die Gelenkflüssigkeit überall hin verteilen). Bei der Auseinanderbewegung bildet sich zunächst ein Vakuum zwischen den beiden Knorpeln, dann zerfällt das Vakuum. Dies kann ein Geräusch erzeugen, das wir als „Knacken“ oder „Ploppen“ wahrnehmen. Es ist dasselbe Prinzip wie wenn Sie eine Coladose öffnen.

Chiropraktische Behandlungen durch einen Chiropraktor (siehe hier zum Unterschied Chiropraktor-Chiropraktiker-Chirotherapeut) führen zu keinerlei gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit Blick auf die Gelenkgesundheit. Die anatomischen Grenzen des Gelenks werden von einem Chiropraktor bei Justierungen nie überschritten. Gelenke leiern nicht aus, egal, wie oft sie justiert werden. Gelenke bekommen also keine Arthrose, sprich Gelenkverschleiß, durch Justierungen. Dies konnte der Mediziner Donald Unger nachweisen und wurde dafür im Jahre 2009 mit dem Ig-Nobelpreis ausgezeichnet. Donald Unger knackte mehr als 50 Jahre lang mindestens zwei Mal pro Tag mit den Fingern der linken Hand, nicht jedoch mit den Fingern der rechten Hand. Er „knackte“ also mindestens 36.500 Mal mit den Fingern der linken Hand. Die rechte Hand war die Kontrollgruppe wie sie in wissenschaftlichen Studien üblich ist, um einen Effekt beurteilen zu können. Ein Vergleich seiner Hände nach 50 Jahre Knacken ergab: keine Unterschiede zwischen den beiden Händen und keinerlei Arthritis oder Arthrose – weder in der Knacke-Hand noch in der ungeknackten Hand (vgl. Unger 1998: 950).

Warum ist das Knackgeräusch immer besonders laut, wenn ich an der Halswirbelsäule durch meinen Chiropraktor behandelt werde? Lautstärke und Klang bei einer Justierung hängen mit dem jeweiligen justierten Gelenk zusammen, nicht jedoch mit der behandelten Körperregion. Das heißt, das Geräusch kann von der Lautstärke und Klang genau dasselbe sein am Fuß, am Knie, an der Hüfte wie am Nacken bzw. der Halswirbelsäule. Warum wir immer denken, an der Halswirbelsäule ist es besonders laut, hängt mit einer ganz simplen Erklärung zusammen: Die Ohren sind näher dran. Daher erscheint uns ein Knacken an der Halswirbelsäule oft lauter als es im Vergleich zu einem Knacken an einer anderen Körperstelle ist.

Muss es denn Knacken bei einer chiropraktischen Behandlung? Nein, ein hörbarer und als Knacken wahrnehmbarer Zerfall des Vakuums im Gelenk ist keine Bedingung für eine effektive chiropraktische Behandlung. Der Effekt einer chiropraktischen Behandlung liegt in der erhöhten Beweglichkeit des Gelenks nach der Justierung und ist nicht davon abhängig, ob ein als Knacken oder Ploppen wahrgenommenes Geräusch entstanden ist.

Quelle:

Unger, Donald 1998: Does knuckle cracking lead to arthritis of the fingers?, in: Arthritis & Rheumatism, 41: 5, Seite 949-950, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/1529-0131%28199805%2941%3A5%3C949%3A%3AAID-ART36%3E3.0.CO%3B2-3 (abgerufen am 20.03.2019).

22.03.2019 Ι aus der Praxis

Gartenarbeit im Frühling – darauf sollten Sie achten

Der Frühling steht vor der Tür. Die Krokusse recken sich, die Bäume treiben aus. Die Arbeit im Garten kann beginnen. Im März sollten Sie die alten Blütenstände von Hortensien entfernen, erste Blumenzwiebeln pflanzen (z. B. von Anemonen), Beetrosen zurückschneiden, Blumenbeete anlegen und Blumenkästen bepflanzen. Zudem hat sich über den Winter reichlich Grünspan auf Steinen, Gehwegplatten oder an Gartentoren gebildet und Unkraut treibt genauso wie die Krokusse aus. Ganz schön viel zu tun.

Die gute Nachricht ist: Unser Körper ist für die Arbeit gebaut. Er ist nicht dafür gebaut, stundenlang ruhig vor dem Computer zu sitzen oder auf der Couch zu lümmeln. Der beste Weg, dem Körper und damit auch dem Muskel-Skelett-Apparat zu schaden, ist Inaktivität. Also starten Sie in die Gartensaison – aber mit Achtsamkeit.

Die ungewohnten Bewegungen, die intensive körperliche Belastung und auch die sich wiederholenden Bewegungen (z. B. zwei Stunden Unkrautjäten) werden sicherlich eine Reaktion Ihres Muskel-Skelett-Apparats hervorrufen. Muskelkater ist wahrscheinlich. Muskelkater ist eine verhärtete Muskulatur, die mit Berührungsempfindlichkeit, Steifheit und möglicherweise mit Bewegungseinschränkungen einhergeht. Die Symptome treten in der Regel ein bis drei Tage nach der Beanspruchung auf und können mehrere Tage anhalten.

Wir vom Chiropraktor-Haus haben ein paar Tipps für den Start in die Gartensaison für Sie:

  • Aufwärmen ist bei der Gartenarbeit genauso wichtig wie beim Sport. Nur vergessen die meisten bei anderen körperlich belastenden Tätigkeiten als Sport das Aufwärmen. Aufwärmen beugt Gelenk-, Muskel- und Sehnenschäden vor. Joggen Sie also ein bisschen auf der Stelle, lassen Sie die Arme kreisen, das Becken kreisen, machen Sie ein paar Kniebeugen, drehen Sie die Handgelenke etc..
  • Kleiden Sie sich richtig und achten Sie darauf, dass Ihr unterer Rücken auch bedeckt ist, wenn Sie sich nach vorne unten beugen. Wenn Sie schwitzen, behalten Sie Ihre Kleidung an. Wenn Sie sich ausziehen und nass geschwitzt sind, verkühlen Sie sich und dies kann zu Schmerzen im Muskel-Skelett-Apparat führen.
  • Beginnen Sie langsam, so dass sich Ihr Rücken und der Rest Ihres Körpers an die bevorstehende Belastung gewöhnen kann.
  • Arbeiten Sie achtsam.
  • Unterscheiden Sie zwischen Empfindlichkeiten und Warnsignalen. Wenn Sie Schmerzen bekommen, die das Aufstehen oder das zum Boden Beugen erschweren und sich verschlimmern, wird es schwierig, selbst wenn Sie nicht weiterarbeiten.
  • Hören Sie rechtzeitig auf und nicht erst, wenn Sie Ihr hohes selbstgesetztes Soll abgearbeitet haben und schon Zittern vor Überanstrengung. Hören Sie dazu im Verlauf der Gartenarbeit immer wieder achtsam in Ihren Körper hinein und verhindern Sie so Schlimmeres wie beispielsweise einen Hexenschuss.
  • Um Muskelkater vorzubeugen, klopfen Sie nach getaner Arbeit Ihren Körper mehrmals mittelkräftig und wenn möglich überall ab.
  • Sollten Sie über mehrere Tage Schmerzen haben, kann es notwendig sein, sich untersuchen zu lassen, welcher Schaden (z. B. Gelenkblockaden) eingetreten ist und sich behandeln zu lassen, um die Funktion wieder herzustellen. Ein Hexenschuss beispielsweise ist eine akute Gelenkblockade im Lendenwirbelbereich einhergehend mit verspannter Muskulatur.

Viel Spaß bei der achtsamen Gartenarbeit wünscht Ihr Chirpraktor-Haus!

12.03.2019 Ι aus der Praxis