Wie behandelt ein Chiropraktor? 2017-07-10T12:37:18+00:00

Wie behandelt ein Chiropraktor?

Ein 5-jähriges Universitätsstudium im Fach „Klinische Biomechanik“ (Chiropraktik) und anschließendem Praktischen Jahr befähigt unseren Chiropraktor dazu, Gelenkblockaden zu identifizieren und gezielt und spezifisch zu lösen.

Gelenkblockaden sind aus Sicht der Klinischen Biomechanik/Chiropraktik Ursache verschiedener Symptome und Schmerzen.

Im Mittelpunkt des praktischen Teils des Medizinstudiums der Chiropraktik steht die Spezifizität, also die Justierung eines bestimmten Gelenkes. Ein Chiropraktor renkt nicht ein und behandelt nicht „drüber“ oder unspezifisch im Sinne einer Mobilisierung mehrerer Gelenke auf einen Schlag (z. B. gesamte Brustwirbelsäule). Ein Chiropraktor ist darin geschult, mit einer Justierung nur jeweils ein bestimmtes Gelenk, nämlich das blockierte Gelenk, zu behandeln.

Schmerzen, Fußschmerzen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Hamburg, Chiropraktor Eine Justierung ist die mechanische Ent-Blockierung eines Gelenks durch einen schnellen gezielten Impuls mit den Händen. Der Fachbegriff für Justierung ist „high-velocity low- amplitude adjustment“, d. h. eine Technik mit hoher Geschwindigkeit bei geringer Tiefe. Chiropraktik ist ein mechanischer bzw. physikalischer Ansatz und kommt ohne Medikamente und Spritzen aus. Um die normale Beweglichkeit des Gelenkes wieder herzustellen, wird der Chiropraktor das Gelenk mit einem sehr schnellen gezielten Impuls bewegen. Dabei ist oftmals ein „Knacken“ zu hören. Dieses Geräusch ist ungefährlich und nicht schädlich. Es kommt von einem Hohlraum, der sich kurzzeitig im Gelenk bildet (vgl. http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0119470). Ist eine Gelenkblockade vorhanden, verspannt sich häufig die umliegende Muskulatur, um die „Schwachstelle“ zu schützen. Bei Muskelbehandlungen wird der Chiropraktor mit seinen Händen, oder unter Zuhilfenahme dafür geeigneten medizinischen Handwerkszeugs, in die Muskulatur gehen und diese durch Druckpunkte und Bewegungen lockern.

Durch das 5-jährige Vollzeit-Universitätsstudium der Klinischen Biomechanik mit großem praktischen Teil im Krankenhaus und anschließendem praktischen Jahr hat ein Chiropraktor große praktische und klinische Erfahrung. Ein Chiropraktor behandelt sanft und gezielt und ist darin geschult, Empfehlungen für Behandlungsverläufe auszusprechen. Ein Chiropraktor unterscheidet sich sowohl von einem Chiropraktiker, der keine Universitätsstudium absolviert hat und bei dem keine Mindeststundenanzahl der Ausbildung vorgeschrieben ist, als auch von einem Chirotherapeuten, einem Arzt mit 320 stündiger Fortbildung in Chiropraktik. Während Chiropraktiker und Chirotherapeuten deutsche Phänomene sind, ist ein Chiropraktor Vertreter des weltweit drittgrößten Heilberufs nach Schul- und Zahnmedizin. Die Berufsbezeichnung „Chiropraktor“ ist in vielen Staaten rechtlich geschützt (nicht in Deutschland).

Ein Chiropraktor ist aufgrund seines Ausbildungsweges in vielen Gesundheitssystemen Ärzten gleich gestellt und dazu berechtigt, Röntgenbilder anzufertigen und zu deuten (z. B. Dänemark, Schweiz, Großbritannien). In vielen Gesundheitssystemen gibt es bei bestimmten Diagnosen nach den nationalen klinischen Richtlinien empfohlene Behandlungen beim Chiropraktor (z. B. Bandscheibenvorfall, Arthrose, Nackenschmerzen, neue aufgetretene Schmerzen im Lendenwirbelbereich etc.). Dies basiert auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Aus wissenschaftlichen Forschungsergebnissen ist bekannt, dass chiropraktische Behandlungen durch einen Chiropraktor Symptome und Schmerzen lindern können.

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Gibt es Risiken?

Chiropraktik ist eine äußerst risikoarme Behandlungsform. Voraussetzung ist allerdings, dass die Behandlung von einem Chiropraktor mit Universitätsabschluss an einer akkreditierten Universität vorgenommen wird (zur Liste akkreditierter Universitäten geht es hier).

Welche Nebenwirkung gibt es bei Chiropraktik?

Eine durch einen Chiropraktor (Universitätsabschluss in Chiropraktik an einer akkreditierten Universität) vorgenommene Behandlung an Gelenken ist meist schmerzfrei und abgesehen von einer möglichen kurzfristig auftretenden Empfindlichkeit, vergleichbar mit Muskelkater und Müdigkeit, praktisch frei von Nebenwirkungen. Das Lockern von Muskelverspannungen kann etwas schmerzvoll sein und nach der Behandlung zu kurzfristigen Empfindlichkeiten/Muskelkater führen.