Knapp ein Viertel der volljährigen Frauen und Männer in Deutschland raucht. Pro Jahr sterben mehr als 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens (vgl. Bundesministerium der Gesundheit 2019).

Im ersten Quartal 2019 (Januar bis März) gingen in Deutschland 18,6 Milliarden Zigaretten über den Ladentisch (vgl. Destatis 2019). Neben Zigaretten wurde auch Pfeifentabak (906 Tonnen), Zigarren und Zigarillos (563 Millionen Stück) sowie Feinschnitt (6.367 Tonnen) versteuert. Insgesamt wurden im ersten Quartal 2019 somit Tabakwaren im Wert von 6,8 Milliarden Euro versteuert (vgl. Destatis 2019).

Quelle: pixabay

Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Dass Rauchen den Lungen schadet, ist bekannt. Doch wussten Sie, dass auch Rauchen sich auch negativ auf Knochen und Muskeln auswirkt? Wir haben ein paar Stichpunkte für Sie zusammengestellt:

  • Rauchen beeinträchtigt die Knochen und macht sie schwächer.
  • Muskeln brauchen länger, um sich zu erholen.
  • Raucher sind anfälliger für Knochenkrankheiten.
  • Raucher sind anfälliger für Gefäßkrankheiten.
  • Raucher sind anfälliger für Muskelrisse.
  • Raucher sind anfälliger für chronische Sehnenentzündung.
  • Raucher neigen mehr zu Knochenbrüchen. Durch das Rauchen verlieren die Knochen Mineralien. Das macht sie fragiler und kann zu mehr Brüchen führen.
  • Raucher haben ein höheres Osteoporoserisiko. Rauchen steht in direktem Zusammenhang mit Knochenschwund. Dadurch erhöht sich das Osteoporoserisiko im Laufe des Lebens.
  • Rauchen schwächt das Bindegewebe der Haut und das Bindegewebe des Körpers (unter anderem auch Muskeln, Sehnen, Knochen, Blutgefäße), da das Kollagen schneller abgebaut wird als ohne Rauchen (toxische Zufuhr).
  • Rauchen führt dazu, dass der Heilungsprozess des Körpers verlangsamt wird. Wenn das Kollagen schwächer ist, ist es für den Körper schwieriger, diese Gewebe zu regenerieren. Dies führt zu verzögerter Heilungszeit von Wunden, Brüchen und Muskelrissen. Dies wird ein großer Risikofaktor bei Erholung und Regeneration nach Operationen. Daher wird vor vielen Operationen empfohlen, zunächst mit dem Rauchen aufzuhören.
  • Rauchen schädigt die Blutgefäße. Rauchen verringert die Blut- und Sauerstoffzufuhr des Körpers, wodurch die Blutgefäße beschädigt werden und das Herz-Kreislauf-System stärker belastet wird. Dies belastet den Körper auch beim Training enorm.
  • Rauchen führt zum Verlust von Muskelmasse und Kraft. Rauchen macht es den Muskeln schwerer, die Energie, die während einer körperlichen Anstrengung erzeugt wird, umzuwandeln. Dies verzögert die Erholungszeit des Körpers und die Fähigkeit des Körpers, sich zur regenerieren. Dies verzögert auch die Fähigkeit des Körpers durch Konditionierung stärker zu werden.
  • Raucher erleben mehr Muskelschmerzen. Wenn der Körper sich nicht so schnell selbst reparieren kann, nehmen Muskelentzündungen zu und die Wahrscheinlichkeit dafür steigt, eher müde und muskelsauer zu sein.
  • Raucher haben ein Risiko für anhaltende Schulterschmerzen und Sehnenentzündung, was ein Risiko für die Rotatorenmanschette (Schultergelenk) ist.

Rauchen bringt erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich  –  auch für den Muskel-Gelenk-Apparat. Hören Sie auf, zu rauchen! Erfolgreiche Tabakentwöhnung hat positive Langzeit-Effekte, die eine Gegenkraft zu den schädigenden Effekten bilden. Verbessern Sie Ihre Knochendichte und die Fähigkeit Ihrer Knochen, Muskeln und Bindegewebe sich zu regenerieren und zu heilen. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, um mit dem Rauchen aufzuhören (unter anderem Verhaltenstherapie). Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es ein kostenfreies Ausstiegsprogramm für Raucher: https://www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/das-rauchfrei-ausstiegsprogramm/ .

Für Hilfe bei Schmerzen oder Unwohlsein in Ihrer Wirbelsäule, Muskeln, Gelenken empfehlen wir eine Vorstellung beim Chiropraktor Ihres Vertrauens.

Denken Sie an Ihren Muskel-Skelett-Apparat und denken Sie äußerst dringlich über den Ausstieg vom Rauchen nach – Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Quelle:

Bundesministerium der Gesundheit 2019: Glossar. Rauchen, unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/r/rauchen.html (abgerufen am 07.05.2019).

Destatis 2019: Pressemitteilung Nr. 158 vom 18. April 2019, unter: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/04/PD19_158_799.html (abgerufen am 07.05.2019).

08.05.2019 Ι aus der Praxis