Der Frühling steht vor der Tür. Die Krokusse recken sich, die Bäume treiben aus. Die Arbeit im Garten kann beginnen. Im März sollten Sie die alten Blütenstände von Hortensien entfernen, erste Blumenzwiebeln pflanzen (z. B. von Anemonen), Beetrosen zurückschneiden, Blumenbeete anlegen und Blumenkästen bepflanzen. Zudem hat sich über den Winter reichlich Grünspan auf Steinen, Gehwegplatten oder an Gartentoren gebildet und Unkraut treibt genauso wie die Krokusse aus. Ganz schön viel zu tun.

Die gute Nachricht ist: Unser Körper ist für die Arbeit gebaut. Er ist nicht dafür gebaut, stundenlang ruhig vor dem Computer zu sitzen oder auf der Couch zu lümmeln. Der beste Weg, dem Körper und damit auch dem Muskel-Skelett-Apparat zu schaden, ist Inaktivität. Also starten Sie in die Gartensaison – aber mit Achtsamkeit.

Die ungewohnten Bewegungen, die intensive körperliche Belastung und auch die sich wiederholenden Bewegungen (z. B. zwei Stunden Unkrautjäten) werden sicherlich eine Reaktion Ihres Muskel-Skelett-Apparats hervorrufen. Muskelkater ist wahrscheinlich. Muskelkater ist eine verhärtete Muskulatur, die mit Berührungsempfindlichkeit, Steifheit und möglicherweise mit Bewegungseinschränkungen einhergeht. Die Symptome treten in der Regel ein bis drei Tage nach der Beanspruchung auf und können mehrere Tage anhalten.

Wir vom Chiropraktor-Haus haben ein paar Tipps für den Start in die Gartensaison für Sie:

  • Aufwärmen ist bei der Gartenarbeit genauso wichtig wie beim Sport. Nur vergessen die meisten bei anderen körperlich belastenden Tätigkeiten als Sport das Aufwärmen. Aufwärmen beugt Gelenk-, Muskel- und Sehnenschäden vor. Joggen Sie also ein bisschen auf der Stelle, lassen Sie die Arme kreisen, das Becken kreisen, machen Sie ein paar Kniebeugen, drehen Sie die Handgelenke etc..
  • Kleiden Sie sich richtig und achten Sie darauf, dass Ihr unterer Rücken auch bedeckt ist, wenn Sie sich nach vorne unten beugen. Wenn Sie schwitzen, behalten Sie Ihre Kleidung an. Wenn Sie sich ausziehen und nass geschwitzt sind, verkühlen Sie sich und dies kann zu Schmerzen im Muskel-Skelett-Apparat führen.
  • Beginnen Sie langsam, so dass sich Ihr Rücken und der Rest Ihres Körpers an die bevorstehende Belastung gewöhnen kann.
  • Arbeiten Sie achtsam.
  • Unterscheiden Sie zwischen Empfindlichkeiten und Warnsignalen. Wenn Sie Schmerzen bekommen, die das Aufstehen oder das zum Boden Beugen erschweren und sich verschlimmern, wird es schwierig, selbst wenn Sie nicht weiterarbeiten.
  • Hören Sie rechtzeitig auf und nicht erst, wenn Sie Ihr hohes selbstgesetztes Soll abgearbeitet haben und schon Zittern vor Überanstrengung. Hören Sie dazu im Verlauf der Gartenarbeit immer wieder achtsam in Ihren Körper hinein und verhindern Sie so Schlimmeres wie beispielsweise einen Hexenschuss.
  • Um Muskelkater vorzubeugen, klopfen Sie nach getaner Arbeit Ihren Körper mehrmals mittelkräftig und wenn möglich überall ab.
  • Sollten Sie über mehrere Tage Schmerzen haben, kann es notwendig sein, sich untersuchen zu lassen, welcher Schaden (z. B. Gelenkblockaden) eingetreten ist und sich behandeln zu lassen, um die Funktion wieder herzustellen. Ein Hexenschuss beispielsweise ist eine akute Gelenkblockade im Lendenwirbelbereich einhergehend mit verspannter Muskulatur.

Viel Spaß bei der achtsamen Gartenarbeit wünscht Ihr Chirpraktor-Haus!

12.03.2019 Ι aus der Praxis