Am 19.02.2019 sprach eine Delegation von Chiropraktoren vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. Das Thema war „Gesundheit des Muskel-Skelett-Apparats und EU-Bürger“. Der Vortrag von einer Gruppe der in der Forschung führenden Chiropraktoren rund um Prof. Jan Hartvigsen befasste sich mit Rückenschmerzen, Wissenslücken und der Rolle von Chiropraktoren. Es ging um Herausforderungen und Möglichkeiten, Chiropraktik von Chiropraktoren allen EU-Bürgern zugänglich zu machen.

Quelle: ECU

Jeden Tag ist einer von fünf EU-Bürgern von chronischen Schmerzen betroffen und die häufigste Quelle für Schmerzen ist der Rücken. Dies betrifft alle Altersgruppen und ist verantwortlich für 50% der Arbeitsunfähigkeiten, die mehr als drei Tage andauern. Bis zu 30% der Vorstellungen bei Ärzten beruhen auf chronischen Schmerzen. Schmerzen kosten 2-3% des Bruttoinlandsprodukts in den meisten EU-Staaten. Doch das muss nicht sein.

Die Delegation des Europäischen Dachverbands der Chiropraktoren, der European Chiropractors` Union, stellte die Rolle, die Chiropraktoren bei der Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen für den Muskel-Skelett-Apparat leisten (können), heraus. Die Forschungsergebnisse zeigen den Handlungsbedarf in vielen Staaten der Europäischen Union auf. Die akademische Diszipin der Chiropraktik ist in 11 EU-Staaten gesetzlich anerkannt und nur in zwei EU- Staaten ins Gesundheitssystem integriert. Patienten sind daher darauf zurückgeworfen, selbst auf die Option „Chiropraktor“ zu kommen und die Gesundheitsleistung selbst zu zahlen.

Nachtrag am 22.02.2019: Die Aufzeichnung des Vortrags der Chiropraktoren im Europäischen Parlament über Schmerzen und Rückenschmerzen in der EU und die Rolle von Chiropraktoren hat die Europäische Chiropraktoren Union nun veröffentlicht. Sie können die Präsentationen hier ansehen und anhören: https://www.chiropractic-ecu.org/ecu-team-presents-to-members-of-the-european-parliament/

20.02.2019 Ι aus der Forschung