Stürze passieren oftmals „wie aus dem Nichts“. Zum Glück stehen die meisten von uns gleich wieder auf und sagen: „Nichts passiert“. Ein paar blaue Flecken oder teils Schürfwunden sind die äußeren Überbleibsel des Sturzes. Stürze können aber auch Folgen haben, die wir zunächst nicht sehen, nämlich biomechanische Folgen. Stürze können negative Auswirkungen auf unseren Muskel-Skelett-Apparat bzw. Bewegungsapparat haben. Zum Muskel-Skelett-Apparat zählt unsere Wirbelsäule genauso wie unsere Becken, unsere Knie, Füße, Schulter, Arme, Hände. Alle Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder sind dem Muskel-Skelett-Apparat bzw. Bewegungsapparat zugeordnet. Bei einem Sturz wirken große Kräfte auf dasjenige Körperteil, das den Sturz abgefangen hat. Wenn dies zum Beispiel das Steißbein war, so ging ein Ruck durch die gesamte Wirbelsäule und auch das Beckengelenk hat die Krafteinwirkung aufgefangen.

Durch Stürze können Gelenkblockaden entstehen, die zunächst nicht bemerkt werden. Der Körper gleicht die Gelenkblockaden aus. Irgendwann ist die Ausgleichsfunktion des Körpers erschöpft und Schmerzen treten auf. Daher ist es sinnvoll, sich nach einem Sturz oder einer starken Krafteinwirkung auf den Körper (wie beispielsweise einem Auffahrunfall) bei einem Chiropraktor vorzustellen, selbst wenn aktuell keine Schmerzen da sind. Ein Chiropraktor löst Gelenkblockaden, bevor diese symptomgebend werden und Schmerzen auslösen.

Dies gilt auch für Kinder. Kinder fallen öfter als Erwachsene, stürzen vom Sofa beim Purzelbaummachen, stürzen vom Baum, können bei der Rutsche nicht mehr bremsen und schlagen unten auf etc. Die Auswirkungen von starker Krafteinwirkung auf Kinder werden oftmals erst später entdecke (z. B. wenn das Kind auf einmal zu Kopfschmerzen neigt). Sogar die motorische Entwicklung kann gestört werden (z. B. wenn das Kind grobmotorisch ist oder beim Sport bestimmte Übungen (wie Purzelbaum schlagen) nicht meistern kann).

Je älter wir werden, desto gravierender und langanhaltender können die Auswirkungen eines Sturzes sein. Senioren über 65 Jahre haben statistisch ein erhöhtes Sturzrisiko. Daher sollten Maßnahmen zur Sturzprävention ergriffen werden. Schon einfache Maßnahmen im Alltag helfen wie sich Zeit nehmen (z. B. wenn es an der Haustür klingelt), rutschfeste Schuhe tragen, nicht auf Stühle klettern, um an etwas heranzukommen, die Lesebrille absetzen, bevor man einen Schritt tut etc.

Unser Tipp: Wenn Sie, Ihre älteren Angehörigen oder Ihre Kinder gestürzt sind und der Sturz etwas heftiger war, stellen Sie sich bei einem Chiropraktor vor. Der Chiropraktor kann biomechanische Sturzfolgen wie Gelenkblockaden leicht erkennen und diese lösen, bevor langanhaltende Schmerzen oder chronische Beschwerden wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Knieschmerzen, Hüftschmerzen, Fußschmerzen etc. entstehen.

23.08.2018 Ι aus der Praxis