Mythen über Rückenschmerzen: Wir stellen klar

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Chiropraktor Alexander Meier vom Chiropraktor-Haus deckt Mythen über Rückenschmerzen auf

Mit Blick auf Rückenschmerzen halten sich viele Mythen hartnäckig. Betroffene sollten ihren Urin trinken, sich am Türrahmen herabhängen lassen oder über Sofalehnen rollen. Viele Rückenschmerzgeplagte sind auch der Ansicht, dass ihre Schmerzen mit dem Mond zu- und abnehmen und bei Vollmond am Schlimmsten sind. Umfragen ergaben, dass 50% der Menschen glauben, sie sollten sich bei Rückenschmerzen ausruhen. Unter den 16-24jährigen lag dieser Anteil sogar bei 64%. Darüber hinaus denken über 40% der Menschen, dass Nackenschmerzen und Rückenschmerzen einfach Teil des Alterungsprozesses sind. Der Klassiker unter den Rückenschmerzmythen: Man soll wärmen. Ganz vorne bei den Mythen ist auch der Glaube, man habe sich etwas an der Wirbelsäule ausgerenkt. Oft sehen wir auch Patienten, die kaum Bewegungseinschränkungen haben und sich zügig auf einem Bein stehend die Schuhe ausziehen, aber der festen Überzeugung sind, sie hätten einen Bandscheibenvorfall.

Wir vom Chiropraktor-Haus möchten einige der Mythen aufdecken und vor dem Hintergrund von geprüften wissenschaftlichen Erkenntnissen ins rechte Licht rücken. Wenn eine Person nicht genug darüber weiß, was ihre Rückenschmerzen verursacht oder wie Rückenschmerzen am Besten behandelt werden, kann sie ihre Genesung nicht nur verzögern, sondern ihre Symptome sogar verschlimmern. 80% der Menschen haben irgendwann in ihrem Leben Rückenschmerzen, so dass es beunruhigend ist, dass viele Menschen immer noch nicht genug über die beste Art und Weise wissen, wie sie sich um ihren Rücken kümmern können.

Mythus Klarstellung
Wenn man akute Rückenschmerzen hat, sollte man sich schonen und sich am besten hinlegen. Bitte nicht den Tag auf dem Sofa oder im Bett verbringen, damit machen Sie die Rückenschmerzen schlimmer. Moderate körperliche Aktivität bzw. Bewegung wie z. B. Spaziergänge hilft.
Wenn man einen schwachen Rücken hat und zu Rückenschmerzen neigt, sollte man den Rücken schonen. Mäßiges Training, insbesondere Stabilitätstraining (Übungen zuhause), ist wichtig, um Kraft und Flexibilität in der Wirbelsäule zu erhalten und aufzubauen, die Körperhaltung zu verbessern und Schmerzen vorzubeugen.
Rückenschmerzen und/oder Nackenschmerzen sind einfach Teil des Alterungsprozesses. Rückenschmerzen und Nackenschmerzen können in jedem Alter auftreten. Lebensstilfaktoren wie Inaktivität sind häufiger auslösender Faktor als das Alter.
Rückenschmerzen und/oder Nackenschmerzen sind selten. Rückenschmerzen und/oder Nackenschmerzen sind weit verbreitet. Statistiken zeigen, dass 80% der Menschen in ihrem Leben irgendwann Rückenschmerzen bzw. Nackenschmerzen haben.
Schmerzmittel können Rückenschmerzen heilen. Die meisten Rückenschmerzen sind mechanischer Art. Obwohl Schmerzmittel die Symptome lindern können, ist es wahrscheinlicher, das Problem mit einer mechanische Behandlung und Bewegung zu lösen und ein Wiederauftreten zu reduzieren.
Die Wirbelsäule kann sehr leicht verletzt werden. Die Wirbelsäule ist eine der stärksten Stellen des Körpers und stark ausgeprägt. Wie bei jedem anderen Körperteil ist es wichtig, sich gut um es zu kümmern, damit es lange effektiv arbeiten kann.
Ein Bandscheibenvorfall heißt, dass eine Bandscheibe aus der Wirbelsäule herausgerutscht ist. Die Bandscheiben sind kreisförmige Bindegewebsflächen (Knropel) zwischen jedem Wirbel. Sie haben innen eine gelartige Substanz und sind außen robust. Bandscheiben helfen dabei, die Flexibilität und Beweglichkeit des Rückens zu erhalten. Ein Bandscheibenvorfall bedeutet, dass einer der Knorpel beschädigt ist und möglicherweise extrudiert, irritiert oder auf den Nerv drückt.
Man soll bei Rückenschmerzen wärmen. So pauschal lässt sich das nicht sagen. Wärme ist gut, wenn die Rückenschmerzen durch Muskelverspannungen verursacht werden. Wenn die Rückenschmerzen mit Gelenkblockaden einhergehen, macht Wärme die Symptome schlimmer. Im Fall von Gelenkblockaden sollte man kühlen. Unser Tipp: Wenn die Schmerzen mittig sind, kühlen Sie lieber, denn die Wahrscheinlichkeit für Gelenkblockaden ist hoch.
Wenn man Rückenschmerzen hat, hat man sich etwas ausgerenkt, was wieder eingerenkt werden muss. Der Normalfall ist, dass Sie Gelenkblockaden in der Wirbelsäule haben. Dabei ist kein Wirbel ausgerenkt und hängt heraus oder ist nicht mehr in der Wirbelsäule (vergleichbar einer ausgekugelten Schulter).  Ein Wirbel ist blockiert und in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt. Ein Chiropraktor renkt nicht ein, sondern justiert, das heißt, dass die normale Gelenkbeweglichkeit wieder hergestellt wird.
Die Ursache für Rückenschmerzen lässt sich am Besten mit Röntgen oder einem MRT feststellen. Die Ursache für Rückenschmerzen lässt sich am Besten mit den Händen oder mit einem neurologischen Test feststellen. Auf MRT-Aufnahmen werden oftmals „alte“ Bandscheibenvorfälle gefunden, die nichts mit den aktuellen Symptomen zu tun haben. Gelenkblockaden, die häufigste Ursache für Rückenschmerzen, lassen sich auf Basis von Röntgen- und MRT-Aufnahmen nicht erkennen.

24.05.2018 Ι aus der Praxis

2018-05-24T16:10:02+00:00