Smartphone-Nacken – was kann ich tun?

Durch die Smartphone-Nutzung können Beschwerden im Muskel-Skelett-Apparat verursacht werden. Auf was können Sie im Alltag achten?

Handys und Smartphones begleiten uns durch den Alltag. Dies fängt meist schon beim Wecker an und hört erst kurz vor dem Einschlafen auf. Während wir das Smartphone während des Tages benutzen, neigen wir den Kopf und wischen mit den Fingern hin und her. Durch die wiederholte Körperhaltung und Bewegung oder über einen längeren Zeitraum können gesundheitliche Probleme entstehen. Spannung in den Händen und Verspannungen im Nacken sind kurzfristige Folgen, während mittel- und langfristig auch Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Schulter-Nacken-Verspannungen, Schulterschmerzen oder ein Tennisarm typische Symptome sind.

Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Tennisarm, Schulterschmerzen, Chiropraktik, Chiropraktor, Chiropraktor-Haus HamburgDie übermäßige Benutzung von Smartphones betrifft nicht nur Erwachsene, sondern auch viele Jugendliche und auch Kinder. Eine Studie über Nackenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen untersuchte die Folgen von einem Smartphone-Gebrauch von fünf bis sieben Stunden. Die Kopfhaltung erreichte über 45°. Alle an der Studie teilnehmenden Jugendlichen berichteten, sie hätten Nackenschmerzen für mehr als sechs Monate und die Nackenschmerzen strahlten in Rücken und Schulter aus. In unserer heutigen Zeit ist es weit verbreitet, dass wir täglich stundenlang in einer nach vorne gebeugten Körperhaltung sind und auf Bildschirme und Smartphones schauen. Das Phänomen gesundheitlicher Probleme, die durch die Körperhaltung hervorgerufen werden, ist unter dem Begriff „Smartphone-Nacken“ bekannt. Es ist wichtig, achtsam mit unserem Verhalten im Alltag zu sein und auf unseren Gebrauch von Smartphones oder Tablets zu achten. Wenn wir auf unser Verhalten und auf unseren Körper achten, ist dies der erste Schritt zur Vorsorge.

Hier sind drei Tipps, wie Sie Ihre Angewohnheiten ändern können und die Gesundheit Ihres Nackens und damit Ihres Muskel-Skelett-Apparates fördern können:

  • Reduzieren Sie Ihre Zeit vor dem Bildschirm: Versuchen Sie Ihre Zeit vor dem Bildschirm auf zwei Stunden pro Tag oder weniger zu reduzieren. „Bildschirmzeit“ umfasst auch das Herunterschauen auf Ihr Smartphone oder auf Ihr Tablet (nicht nur zu Hause, sondern auch in der U-Bahn, beim Gehen, beim Warten, etc.). Stoppen Sie mal einen Tag die Zeit, die Sie mit Ihrem „elektronischen Freund“ verbringen – Sie werden sich wundern. Die Zeit, die wir vor einem Bildschirm verbringen, kann besser genutzt werden, indem wir körperlich aktiv werden.
  • Machen Sie regelmäßig Pausen: Machen Sie alle 45min, die wir auf den Bildschirm gestarrt haben, eine kurze Pause, in der Sie aufstehen, sich strecken und ein bisschen herumgehen. Sie werden sich erfrischt und motiviert fühlen. Sie müssen nicht jede Nachricht, die auf Ihrem Smartphone oder Tablet angezeigt wird, sofort lesen. Die Nachrichten werden immer noch da sein, wenn Sie erst nach einer Weile drauf zurückkommen.
  • Dehnen Sie sich und stärken Sie sich: Bei all der Zeit, die Sie damit verbringen, Ihren Nacken zu belasten und herauszufordern, ist es gut, die Muskeln, die Sie regelmäßig benutzen, zu dehnen und zu stärken. Ihre Mini-Pausen eignen sich dafür sehr gut.

Sollten Sie über längere Zeit Ihren Nacken oder Ihren Nacken-Schulter-Bereich merken, zu Kopfschmerzen neigen oder Armschmerzen haben, empfiehlt sich eine Vorstellung bei einem Chiropraktor. Der Chiropraktor wird Sie untersuchen, mögliche Gelenkblockaden lösen, die Muskulatur aktivieren und mit Ihnen besprechen, wie Sie Ihre Genesung selbst unterstützen können.

22.09.2017 Ι aus der Praxis

2017-09-22T09:17:40+00:00