Chiropraktik bietet Hilfe bei Stress

Stress – der Begriff ist in aller Munde und begegnet uns häufig im Alltag. Entweder wir selbst fühlen uns gestresst oder eine Person in unserem näheren Umfeld (aus der Familie, auf der Arbeit, aus dem Freundeskreis) klagt über den aktuellen Stress in seinem oder ihrem Leben. Laut einer Erhebung der Techniker Krankenkasse (TK) geben mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland an, dass sie häufig oder manchmal gestresst sind (vgl. TK 2016a). Die fünf häufigsten Stressquellen sind laut der Stress-Studie der TK folgende Faktoren: Arbeit, hohe Ansprüche an sich selbst, zu viele Termine und Verpflichtungen in der Freizeit, Teilnahme am Straßenverkehr sowie ständige Erreichbarkeit (vgl. TK 2016b).

Die Krankenkassen verzeichnen laut TK seit 15 Jahren eine Zunahme stressbedingter Krankschreibungen (vgl. TK 2016c: 2). Damit sind Fehltage durch psychische Beschwerden wie Depressionen, Angststörungen und Belastungsstörungen gemeint. Doch auch viele andere Beschwerden, Krankheiten oder Symptome, die nicht in die „Psycho-Kiste“ fallen, sind stressbedingt und/oder können durch Stress verstärkt werden. Dazu zählen auch Krankheiten bzw. Beschwerden im Muskel-Skelett-Apparat. Psychische Faktoren scheinen auch bei Beschwerden mit Muskeln oder Gelenken eine Rolle zu spielen. Dies trifft insbesondere auf Rückenschmerzen zu.  Rückenschmerzen können beispielsweise durch eine hohe Arbeitsbelastung – unabhängig davon, ob eine überwiegend sitzende Tätigkeit ausgeübt wird – oder durch familiäre Probleme mitbegünstigt werden. Stress bedingt nicht nur Rückenschmerzen, sondern auch Kopfschmerzen, Schulter-Nacken-Verspannungen und weitere Schmerzen, die sich oftmals am schwächsten Teil des Körpers bzw. des Muskel-Skelett-Apparates bemerkbar machen. Schmerzen können weiteren (psychischen) Stress auslösen. Betroffene finden sich oftmals in einem Teufelskreis wieder.

Dass psychische Faktoren bei der Schmerzwahrnehmung eine Rolle spielen, ist inzwischen durch Studien belegt. So können auf Basis von MRT- oder Röntgenbildern keine Aussagen darüber getroffen werden, ob der Patient Schmerzen hat oder wo er Schmerzen hat. Vielfach werden Bedingungen auf Röntgenbildern sichtbar, die keine Schmerzen verursachen. Nicht der Körper alleine, sondern auch die Psyche entscheidet, ob und wie Schmerzen wahrgenommen werden und ob die betreffende Person unter ihren Schmerzen leidet. Leid entsteht vor allem im Gehirn.

Chiropraktik durch einen Chiropraktor (zum Unterschied Chiropraktor – Chiropraktiker etc) kann Stress, nämlich den physischen Stress, der auf den Körper wirkt, lindern. Bei Stress im Alltag reagiert der menschliche Körper auf altbewährte und damit steinzeitliche Weise: Er geht in den Kampf-oder-Flucht-Modus. Das bedeutet unter anderem, dass der Blutdruck steigt und die Blutzufuhr in die Muskeln erhöht wird, während gleichzeitig Körperteile, die fürs Kämpfen oder Flüchten nicht gebraucht werden wie Verdauungsorgane herunterreguliert werden. Da wir aufgrund gesellschaftlicher Konventionen z. B. auf der Arbeit nicht einfach wegrennen können oder gewalttätig agieren können, bleibt der menschliche Körper in unserer zivilisierten Welt im Stress stecken. Die erhöhte Muskelspannung kann zu Muskelverspannungen und zu Gelenkblockaden führen. Zunächst kann der Körper Fehlstellungen wie Gelenkblockaden selbst ausgleichen. Irgendwann ist die Ausgleichsfunktion jedoch erschöpft und Schmerzen treten auf. Hier kann ein Chiropraktor unterstützen, indem er Gelenkblockaden löst und Muskeln lockert. Nicht nur bei akuten Schmerzen, sondern auch als Vorsorgeleistung (Präventionsleistung) kann ein Chiropraktor physischen Stress lindern und damit einen Beitrag leisten, Stress im Alltag allgemein zu lindern.

Quelle:

TK 2016a: Mehr als 60 Prozent unter Strom, unter: https://www.tk.de/tk/service/infografiken/stress/164614 (abgerufen am 11.9.2017).

TK 2016b: Das stresst Deutschland, unter: https://www.tk.de/tk/service/infografiken/stress/164614   (abgerufen am 11.9.2017).

TK 2016c: Entspann Dich, Deutschland! TK-Stresstudie 2016, https://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/921466/Datei/3654/TK-Stressstudie_2016_PDF_barrierefrei.pdf (abgerufen am 13.9.2017)

13.09.2017 Ι aus der Praxis

2017-09-19T13:43:37+00:00