Wenn ein Kind über Rückenschmerzen klagt, wissen die Eltern oft nicht, wie sie reagieren sollen. Eine neue Studie gibt nun Aufschluss, wann das Kind von einem Experten untersucht werden sollte.

Wann sollte man reagieren, wenn ein Kind über Rückenschmerzen klagt? Claudia Franz vom Rückenzentrum der Süddänischen Universität hat 1200 Schulkinder im Alter von 6 bis 12 Jahren untersucht. Zweieinhalb Jahre lang berichteten die Eltern wöchentlich, ob das Kind Rückenschmerzen hatte oder nicht. Die Eltern wurden kontaktiert, wenn das Kind über Schmerzen klagte. Hielten die Symptome an, wurden die Kinder untersucht. Körperliche Aktivität (z. B. Sport) wurde im Rahmen der Studie aufgezeichnet. 60 % der Kinder, die an der Studie teilnahmen, hatten nie Rückenschmerzen. Jede Woche hatten 2,4 % der Kinder Rückenschmerzen. Im Untersuchungszeitraum klagten 216 Kinder (18 %) weiterhin über Schmerzen und wurden untersucht. Nur 30 Kinder (2,5 %) hatten ernstere Diagnosen. Die Forscherin stellte fest, dass Rückenschmerzen bei 6- bis 12-Jährigen in der Regel ein kurzfristiges Symptom sind und von selbst verschwinden. Eine kleine Gruppe von Kindern hatte hingegen ernstere Diagnosen. Diese Kinder mussten behandelt werden. Kinder, die ernstere Diagnosen hatten, klagten typischerweise über Schmerzen, die mehr als zwei bis drei Wochen anhielten. Franz empfiehlt daher, dass Kinder, die mehr als zwei bis drei Wochen über Rückenschmerzen oder Nackenschmerzen klagen, von einem Experten untersucht werden sollten.

Quelle: Kiropraktorguide 2016: http://dgcommunications.createsend.com/t/ViewEmailArchive/r/BB564022366ABACC2540EF23F30FEDED/C67FD2F38AC4859C/# (abgerufen am 19.07.2016)

20.07.2016 Ι aus der Forschung