Die Geburt in Rückenlage ist zu überdenken. Viele Babys bekommen schon durch ihre Geburt Gelenkblockaden.

Geburt in Rückenlage?

Die Mehrheit der Kinder wird in Krankenhäusern geboren und hier ist es üblich, dass die werdende Mutter bei der Geburt in Rückenlage liegt. Nur manchmal wird über alternative Positionen (wie Hocker, stehend, hockend, sitzend) informiert oder werden diese sogar angeboten. Wenn Sie als werdende Mutter nicht in einem Krankenhaus wären, sondern beispielsweise in der Wüste, welche Position für die Entbindung würden Sie wählen? Kaum jemand würde wohl die Rückenlage selbst wählen. Durch die Rückenlage wird die Schwerkraft außer Gefecht gesetzt und die Beckenmuskeln können weniger bei der Geburt helfen. Dadurch haben es sowohl die Mutter als auch das Baby schwerer. So schlimm es klingt: Die Entbindungsposition in Rückenlage ist nicht für die werdende Mutter oder das Baby gut, sondern für das Krankenhauspersonal.

20 kg Gewicht auf dem Babykopf

Wussten Sie, das bei einer normalen Geburt 20 kg Gewicht auf den Kopf des Babys drücken? Bei einem Kaiserschnitt oder einer Geburt mit der Saugglocke lasten sogar 40 kg auf dem Kopf des Babys. In Deutschland kamen 2014 31,8 % der Kinder per Kaiserschnitt und 5,8 % per Saugglocke zur Welt (vgl. Destatis 2015). Viele Babys bekommen durch das Gewicht, das auf ihren Kopf drückt, bereits bei ihrer Geburt Gelenkblockaden, insbesondere in der Halswirbelsäule, in der Wirbelsäule oder im Becken.

Was sind typische Anzeichen für Gelenkblockaden?

  • Wenn das Baby eine Schokoladenseite hat, zu der es den Kopf gerne dreht, oder eine Brust bevorzugt, deutet dies darauf hin, dass das Baby Gelenkblockaden hat.
  • Wenn das Baby einen platten bzw. unregelmäßig geformten Kopf entwickelt, ist dies ein Zeichen für eine länger bestehende Gelenkblockade.
  • Wenn das Baby weint, wenn es auf dem Rücken oder auf den Bauch gedreht wird oder in dieser Position liegen soll, ist dies ein Anzeichen für Gelenkblockaden im Nacken oder in der Wirbelsäule.
  • Wenn das Baby sehr viel schreit, kann dies auf Gelenkblockaden hindeuten.
  • Wenn das Kind später nicht symmetrisch krabbelt oder die Krabbelphase überspringt und sofort läuft, ist dies ein Zeichen für Gelenkblockaden in der Wirbelsäule, insbesondere im Lendenwirbelbereich.

Was können Sie als Eltern tun?

Sprechen Sie bereits vor der Geburt mit dem zuständigen Arzt oder der Hebamme über die Möglichkeit einer Entbindung im Stehen oder in der Hocke.

Wenn Ihr Kind nach der Geburt Anzeichen für Gelenkblockaden aufweist, lassen Sie es am Besten von einem Chiropraktor überprüfen. In Dänemark bringt ca. 20 % der Eltern ihr Baby nach der Geburt zum Chiropraktor.

14.06.2016 Ι aus der Praxis