Haben psychische Faktoren Einfluss auf die Behandlungsergebnisse?

Es ist erwiesen, das psychische Faktoren zu Gelenkblockaden und Muskelverspannungen führen können. Nun wurde die andere Seite der Medaille betrachtet. Gib es eine Beziehung zwischen psychosozialen Profilen der Patienten und den Ergebnissen einer Behandlung beim Chiropraktor? Dieser Frage ging eine neue Studie des Forscherteams um Sidney Rubinstein nach. Die Forscher fanden heraus, dass psychische Faktoren wie Stress, Depression oder Angststörung nicht mit schlechteren oder nur unregelmäßig mit schlechteren Ergebnissen einer Behandlung durch einen Chiropraktor einhergingen. Eine Depression kann gleichwohl einen Effekt haben, denn sie kann die Arbeitsfähigkeit hinauszögern, was wiederum den Eintritt in die chronische Phase begünstigen kann. Nur Patienten mit Somatisierungsstörung hatten schlechtere Behandlungsergebnisse. Als Somatisierungsstörung werden physische Symptome bzw. Schmerzen, die durch pyschologischen Stress ausgelöst werden und keine organische Ursache haben, bezeichnet.

Quelle: Rubinstein, Sidney/de Koekkoek, Tammy 2016: Are psychocological factors relevant for chiropractors? Part II, in: BACKspace, 12: 1, 11. 

26.05.2016 Ι aus der Forschung

By | 2016-11-02T08:52:23+00:00 Mai 26th, 2016|aus der Forschung|0 Comments