Können mechanische Probleme des Skeletts, die nicht durch den Einsatz anderer Geräte sichtbar gemacht werden können, erkannt werden? Nach den Ergebnissen einer Forschergruppe, an der auch die Süddänische Universität beteiligt war, ist dies mittels Vibration möglich. Die Lendenwirbelsäule von 10 Zwillingspaaren wurden nach Übereinstimmung und Nicht-Übereinstimmung geordnet. Dann wurden die Lendenwirbelsäulen Vibration ausgesetzt und die Ergebnisse von Sensoren festgehalten. Die Ergebnisse bei Zwillingen, deren Lendenwirbelsäule nicht übereinstimmten, unterschieden sich signifikant. Bei Zwillingen, deren Lendenwirbelsäule übereinstimmten, unterschieden sich die Ergebnisse nicht signifikant. Aus den Ergebnissen schloss die Forschergruppe um Gregory Kawchuk und Jan Hartvigsen, dass strukturelle Veränderungen in der Wirbelsäule ihr Schwingungsverhalten ändern können. Somit stellt Vibration eine nicht-invasive Technik dar, Veränderungen an der Wirbelsäule nachzuweisen. Weitere Forschung soll nun herausfinden, wie man die Technik großflächig einsetzen kann und welche Möglichkeiten zur Identifizierung von Veränderungen an der Wirbelsäule es noch gibt. Hartvigsen (Süddänische Universität) schätzt, dass die Technik in etwa fünf Jahren von Praxen eingesetzt werden kann.

Quelle: Kawchuk/Hartvigsen/Edgecombe/Prasad/van Dieen 2016: Structural health monitoring (vibration) as a tool for identifying structural alterations of the lumbar spine: a twin control study, Nature: Scientific Reports 6, Article number: 22974 (2016), http://www.nature.com/articles/srep22974 (abgerufen am: 17.03.2016).

18.03.2016 Ι aus der Forschung